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04. Januar 2012

Großprojekt Infrastruktur

RÜCKBLICK AUF 2011: Neuer Bürgermeister und viele bauliche Fortschritte prägten das Jahr.

  1. Ein wichtiger Moment auf dem Weg zur Lebensmittelansiedlung war die Bekanntgabe des eindeutigen Ergebnisses der Bürgerbefragung auf dem Rathausplatz durch Bürgermeister Bernhard Fehrenbach (rechts). Foto: Model

  2. Altbürgermeister Bernd Gassenschmidt mit der neuen Ortschronik Foto: Sabine Model

BALLRECHTEN-DOTTINGEN. Ein Jahr der Neuerungen hat die Gemeinde Ballrechten-Dottingen erlebt. Wichtigstes Ereignis war die Bürgermeisterwahl. Fünf Kandidaten mobilisierten mehr als 73 Prozent der Wahlberechtigten, die Führung der nächsten acht Jahre mitzubestimmen. Mehr als 63 Prozent entschieden sich im ersten Wahlgang für Bernhard Fehrenbach. Bezeichnenderweise nahm er am Tag der Arbeit seinen Dienst auf und konnte sich über eine Mangel an Herausforderungen nicht beklagen.

Vor dem Amtsantritt wurde jedoch Vorgänger Bernd Gassenschmidt nach 24 Amtsjahren als Ehrenbürger verabschiedet. Gleichzeitig konnte die neue Ortschronik der Öffentlichkeit präsentiert werden. Damit erfüllte sich für den ehemaligen Rathauschef ein Herzenswunsch.

Die Anstrengungen um das beherrschende Thema "Lebensmittelmarktansiedlung" waren dagegen noch nicht von Erfolg gekrönt. Aber Bernhard Fehrenbach engagierte sich mit gleichem Einsatz für die interkommunale Zusammenarbeit mit Sulzburg und brachte das gemeinsame Projekt voran. Der Besuch der Staatssekretärin Gisela Splett vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur war dabei ein Meilenstein. Den Höhepunkt dazu markierte indes die Bürgerbefragung, die mit 71 Prozent Wahlbeteiligung und fast 88 Prozent Zustimmung ein wichtiges und deutliches Signal für den Fortgang der Verhandlungen setzte. Die vom Regierungspräsidium geforderten Dokumentationen stehen nun vor dem Abschluss.

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Baulich ging es im Gewerbegebiet "Wettelbrunnerstraße" im Abschnitt IV weiter. Die noch freien Gewerbeflächen wurden alle veräußert und durch entsprechende Straßenbauarbeiten nutzbar gemacht. Im Abschnitt V steht 2012 noch ein Hektar Fläche zur Umwandlung zur Verfügung. Erste Vorgespräche wurden bereits geführt. Geplant sind dort auch erforderliche Ausgleichsmaßnahmen für frühere Bauabschnitte.

Für das neue Wohngebiet Holzweg II mit 19 Bauplätzen wurde die Satzung beschlossen. Inzwischen sind drei Grundstücke verkauft und die Erschließungsarbeiten vergeben. Ein weiteres kleines Baugebiet entsteht unter Nutzung innerörtlicher Potenziale auf dem Areal der Benz-Mühle durch eine Eigentümergemeinschaft. Gut sieht es bald für ein schnelleres Internet aus. Der vorletzte Lückenschluss für ein notwendiges Breitbandkabel wird zwischen Mühlenstraße und Castellbergstraße hergestellt. Der letzte Abschnitt soll mit der Marktansiedlung realisiert werden.

Das Jubiläum des Jahres betraf die seit 20 Jahren bestehende Partnerschaft mit der sächsischen Gemeinde Beerheide. Eine 50-köpfige Delegation reiste aus dem Vogtland ins Markgräflerland, um das Ereignis mit einer musikalisch-kulinarischen Weinprobe gebührend zu feiern. Eine neue Spitze bekam die Freiwillige Feuerwehr. Marc Eberlin wurde zum neuen Kommandanten und Markus Karrer zum Stellvertreter gewählt.

Kostenlose Verteilung des Amtsblatts ab Januar 2012 als wichtiges Anliegen

Die Umstellung der Sitzordnung im ehemaligen Sitzungssaal und neuen Bürgersaal des Rathauses war Bürgermeister Bernhard Fehrenbach ein Anliegen. Den Zuhörern ermöglichte er damit eine bessere Sicht auf die Tagesordnungspunkte des Gemeinderates. Ein weiteres wichtiges Element der Bürgernähe war für den neuen Rathauschef die kostenlose Verteilung des Amtsblattes an alle Bürger, die ab Januar 2012 beschlossen wurde.

Zum Abschluss kommt im nächsten Jahr auch das Landessanierungsprogramm in der "Mühlenstraße". Beantragt wurde inzwischen eine Fortsetzung in Oberdottingen im Bereich der Alten Mühle des Freiherrn von Cramm. Ins Auge gefasst hat die Verwaltung ferner die Umwandlung des Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz, nicht zuletzt, um den seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Sportplatz und Wohnbereich zu entschärfen. Der Antrag für einen Landeszuschuss wurde gestellt.

Autor: Sabine Model