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30. Dezember 2011

Kooperation führt zu Kostenersparnis

Interkommunale Zusammenarbeit im Sulzbachtal geht mit der Abwassergebühr weiter voran.

  1. Sparen kann jeder – der nicht zu viel (Ab-)Wasser verbraucht. Foto: mod

BALLRECHTEN-DOTTINGEN / SULZBURG. Um die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Sulzburg und Ballrechten-Dottingen mit noch mehr Leben zu erfüllen, haben die beiden Sulzbachtalgemeinden die Leistungen für die Einführung der gesplitteten Abwassergebühren abgestimmt und gemeinsam ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt von beiden Gemeinderatsgremien einstimmig die Allevo Kommunalberatung aus Obersulm. Die gewährt bei gemeinsamer Vergabe einen Nachlass von zehn Prozent.

Es gebe allerdings noch weitere Synergieeffekte, ließ Rechnungsamtsleiter Peter Dengler in Ballrechten-Dottingen wissen. Unter anderem sind gemeinsame Informationsveranstaltungen und Infomaterialien geplant. Ausgeschrieben wurde der Auftrag beschränkt unter acht Unternehmen. Sechs Angebote kamen zurück. Der teuerste Bieter war dabei um 124 Prozent teurer als der günstigste, wie Dengler informierte. Verglichen wurden dabei auch Kosten für Dienstleistungen, die optional in Anspruch genommen werden können.

Durch mengenabhängige Kosten, die sich aus den Gemarkungsstrukturen und verschiedener Zusatzbuchungen ergeben, differieren die angebotenen Bruttopreise für Ballrechten-Dottingen in Höhe von 19 591 Euro und für Sulzburg von 18 620 Euro. Nach Abzug der zehn Prozent verbleiben 17 632 Euro für Ballrechten-Dottingen und 16 758 Euro für Sulzburg. Optional zu ordern seien beispielsweise die Satzungserstellung und die Gebührenkalkulation, so Dengler.

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In Ballrechten-Dottingen wollte Ratsherr Wolfgang Löffler wissen, ob von den Fremdleistungen nicht einige auch von der Verwaltung übernommen werden könnten. Bürgermeister Bernhard Fehrenbach erklärte, dass manches vom Umfang her aus Kapazitätsgründen nicht im Rathaus erarbeitet werden könne und bestimmte Dinge auch fachlich nicht zu leisten seien, vor allem nicht zu diesem Preis.

Nach dem zeitlichen Ablauf erkundigte sich Ratsherr Thomas Ritzenthaler. Im Frühjahr 2012 sollen die Überfliegungsdaten ausgewertet werden, erklärte Fehrenbach. Dann legt der Gemeinderat die Grundlagen für eine Gebührenkalkulation fest. Bevor die vorläufigen Bescheide mit Fragebögen zur individuellen Differenzierung an die Bürger herausgehen, werden die umfassend informiert.

Erst nach dem Einpflegen der Ergänzungsdaten kann der Gemeinderat die Satzung beschließen. Die Satzung sei Ortsrecht und von jeder Kommune mit deren spezifischen Abwasserdaten zu erstellen. Zum 1. Januar 2013, so Denglers Vorausschau, soll die neue Gebühr eingeführt werden.

Gemeinderätin Brigitte Keller-Hirning nannte die kooperative Abstimmung mit Sulzburg und die damit verbundene erfreuliche Kostenersparnis "vorbildlich".



Autor: Sabine Model