Lärmschutzelemente noch in den Sommerferien

Jennifer Ruh

Von Jennifer Ruh

Fr, 03. August 2018

Ballrechten-Dottingen

Eilentscheid für Kindergarten / Ärger über Architekturbüro.

BALLRECHTEN-DOTTINGEN. Die Verwaltung der Gemeinde Ballrechten-Dottingen hat eine Eilentscheidung bekanntgegeben. Davon betroffen ist der Kindergartenneubau, in dem noch in den Sommerferien Lärmschutzelemente installiert werden sollen.

"Es war von Anfang an klar, dass es Lärmschutzmaßnahmen geben muss", führte Bürgermeister Bernhard Fehrenbach in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates die Ausgangslage aus. Zunächst war festgelegt worden, Lärmschutzelemente erst nach der Inbetriebnahme des Kindergartens nach Bedarf einzubauen. Mittlerweile liegt dies bereits zwei Jahre zurück. Leider habe es diesbezüglich enorme Verzögerungen gegeben, räumte Fehrenbach ein. Zur Prüfung, ob die vorgesehenen Lärmschutzelemente auch die erforderliche Wirkungen zeigen, wurden solche Elemente zunächst in einem Ü-3-Gruppenraum eingebaut. "Die Kindergartenleitung war begeistert von der Lärmreduzierung in besagtem Proberaum", so Fehrenbach.

Aufgrund der positiven Resonanz wurden anschließend die Liefer- und mögliche Montagezeit der in Frage kommenden Firma abgefragt. "Wir möchten die Ferienzeit des Kindergartens vom 30. Juli bis 17. August für die Arbeiten nutzen", erklärte Fehrenbach weiter. Bei der Abfrage habe sich gezeigt, dass eine Beauftragung unmittelbar erfolgen müsse, um dieses Ziel zu erreichen. "Daher musste ad hoc eine Entscheidung getroffen werden." Die Verwaltung hat deshalb am 15. Juni den Auftrag zum Einbau der Lärmschutzelemente erteilt.

Nach dem Angebot der Fachfirma belaufen sich die Kosten auf 19 920,60 Euro. Von diesen Kosten sind die Kosten für die bereits im Musterraum eingebauten Elemente abzuziehen. Andererseits fallen noch Lohnkosten an, die aber durch die Kostenreduzierung ausgeglichen werden können. Es sollen Lärmschutzelemente eingebaut werden, die sich unauffällig in die Umgebung einfügen, im Treppenbereich, im Erdgeschoss beziehungsweise Foyer und im Untergeschoss. Die Arbeiten sollen nun beginnen. "Wir möchten hiermit auch ein Zeichen an das mit dem Neubau des Kindergartens beauftrage Architekturbüro setzen, dass wir die Angelegenheit nun selbst in die Hand genommen haben", so Fehrenbach. Andere Mängel sollen ebenfalls noch beseitigt werden.

Gemeinderat Wolfgang Spranger (CDU) machte seinem Ärger gegenüber dem beauftragten Architekturbüro Luft. Vonseiten der Verwaltung verlangte er eine konsequente Prüfung, ob das Unternehmen nachlässig geplant habe und im Nachhinein noch in die Verantwortung genommen werden könne. Bis September, so Spranger, solle endlich Abhilfe geschaffen werden. Schließlich seien die fehlenden Lärmschutzelemente sowie falsch schließende Türen nicht die einzigen Mängel. "Es geht hier nicht nur um die Sicherheit der Kinder, sondern auch um ein angenehmes Arbeitsumfeld für das ganze Personal", pflichtete Gemeinderat Patrick Becker (FWG) bei.