Chefjurist bei Novartis muss gehen

sda

Von sda

Do, 17. Mai 2018

Basel

Konsequenz aus Cohen-Vertrag.

BASEL (sda). Bei Novartis kommt es nach der Zusammenarbeit mit einem Anwalt von US-Präsident Donald Trump zu personellen Konsequenzen. Wie der Basler Pharmakonzern am Mittwoch mitteilte, wird Chefjurist und Geschäftsleistungsmitglied Felix Ehrat zum 1. Juni von seinem Amt zurücktreten. Dieser Schritt erfolge im Zusammenhang mit Diskussionen über die frühere Vereinbarung von Novartis mit Michael Cohen von der Beratungsfirma Essential Consultants, heißt es.

Cohen ist Anwalt von US-Präsident Donald Trump. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Novartis mit der Firma des US-Anwalts zusammengearbeitet hatte, über die Zahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels geflossen sind. Mittlerweile sei der einjährige Vertrag mit dem Unternehmen ausgelaufen, hatte der Konzern bestätigt.

Ehrat war seit 2011 Group General Counsel und Mitglied der Geschäftsleitung von Novartis. Zu seinem Rücktritt erklärt Ehrat laut Mitteilung: "Dieser Vertrag, obwohl juristisch nicht zu beanstanden, war ein Irrtum." Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Novartis zollten Ehrat für seinen Rücktrittsentscheid "großen Respekt", heißt es weiter. Als Nachfolgerin wurde bereits Shannon Thyme Klinger berufen. Sie bekleidet derzeit noch das Amt einer Chief Ethics, Risk and Compliance Officer. Ihr wiederum folgt Natacha Theytaz, derzeit Global Head Internal Audit. Sie wird per 1. Juni neu die Ethics, Risk and Compliance Organisation ad interim leiten. Darüber hinaus kündigt Novartis an, dass Robert Weltevreden, bisheriger Leiter Business Services bei Syngenta, zum Leiter Novartis Business Services (NBS) ernannt wird. Er wird an den Novartis-CEO Vas Narasimhan berichten und der Geschäftsleitung von Novartis angehören. Auch er wird seine Tätigkeit am 1. Juni aufnehmen.