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20. März 2017 11:50 Uhr

Mehr Kapazität

Der Euro-Airport eröffnet ein neues Parkhaus

Der Osterreiseansturm kann kommen: Der Euro-Airport eröffnet auf französischer Seite ein Parkhaus mit mehr als 2700 Plätzen. Außerdem gibt es eine neue "Kiss & Fly"-Zone.

  1. Das Parkhaus F4 bietet 2700 zusätzliche Parkplätze auf der französischen Seite. Foto: Annette Mahro

  2. Der Parkraum am Euro-Airport stößt zu Spitzenzeiten an seine Grenzen. Foto: Annette Mahro

Mit der Eröffnung eines neuen Parkhauses auf der französischen Seite verbessert der Basler Euro-Airport (EAP) sein Parkraumangebot beträchtlich. Auf sechs Etagen verfügt der Neubau, der am 28. März eröffnet wird, über 2700 Parkplätze.

Die Gesamtzahl erhöht sich damit von bisher maximal 7600 auf neu 10300 Plätze. Diese astronomische Zahl bietet der EAP allerdings nur in den Hauptreisezeiten im Sommer an. Je nach Bedarf und Ferienzeiten lässt sich dann auch die Grenze zwischen dem Schweizer und französischen Sektor verschieben.

Verhältnisse in Schweizer Zone beengt

Außerhalb der Stoßzeiten sei die Bewirtschaftung etwa der in der sogenannten Fernzone gelegenen Langzeitparkplätze nicht kostendeckend, erklärte Fughafenchef Matthias Suhr anlässlich des Medienrundgangs im neuen Parkhaus F4. Dann hält der EAP deutlich weniger Plätze offen. Aktuell sind es ohne die Neueröffnung knapp 1500. Ein weiteres Parkhaus ist grundsätzlich zwar auch auf der Schweizer Seite geplant, Daten gibt es dafür aber noch nicht.

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An den je nach Parkmentalität der Nutzer und Pkw-Größen oft beengten Verhältnisse in der Schweizer Terminalzone S2 wird sich in absehbarer Zeit aber nichts ändern. Dagegen entschärfe sich die Situation für alle, die nicht über Basel anreisen, jetzt schon für den nächsten Fluggastansturm über Ostern, freut sich Suhr.

Änderungen gibt es auch im An- und Abflugbereich, wo bisher Kurzzeitparken mit bis zu zwei Stunden Dauer erlaubt ist. Aus Sicherheitsgründen und um den Verkehrsfluss mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu behindern, wird es von französischer Seite aus im Zuge der Parkhauseröffnung nicht mehr erlaubt sein, direkt bis zu den Eingängen vorzufahren.

20 Minuten gratis parken

Stattdessen wird die bisherige Terminalzone F2 mit 300 Plätzen in ein Expressparking mit einer maximalen Parkzeit von vier Stunden umgewandelt. Die ersten 20 Minuten sind hier unter der herzlichen Überschrift "Kiss & Fly" und um Passagiere nur aussteigen zu lassen oder abzuholen kostenfrei.

Von diesen Änderungen abgesehen, variieren die Gebühren auch weiterhin je nach Nah- oder Fernzone. Acht Tage im neuen Parkhaus F4 schlagen jetzt mit vergleichsweise noch günstigen 70 Euro zu Buche. Sie liegen damit um 10 Euro über den Kosten für den bisher nicht überdachten Parkplatz.

Eine Woche in der Schweizer Terminalzone S2 kostet schon 116 Franken, während im direkt am EAP liegenden Parkhaus S1 210 Franken fällig werden. Nur 15 bis 30 Minuten kosten hier tagsüber 5,40 Franken. Ein ganzer Tag wird im Parkhaus auf Schweizer Seite mit 26 Franken berechnet. Wer das französische Parkhaus ansteuert, kommt dafür mit 13 Euro davon.

300 Meter Fußweg bis zum Flughafen

Allerdings liegt das neue Haus, das in einer Rekordbauzeit von 15 Monaten erstellt wurde, 300 Meter und fünf Minuten Fußweg vom EAP entfernt. Entschädigt werden die Fluggäste durch den hellen, nach allen Seiten hin mit einer perforierten Stahlhaut überzogenen und entsprechend sichtoffenen Bau, der über ausreichend breite Rampen angesteuert wird. Matthias Suhr will F4 auch als Blick in die Zukunft und den mit Baubeginn 2020 avisierten EAP-Bahnanschluss verstanden wissen. Würde doch die geplante Trasse das bisherige Angebot wieder um rund 1000 Plätze reduzieren. Im Sinne der Planung sollten nach der Fertigstellung allerdings auch weniger Pkw-Plätze gebraucht werden.

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Autor: ama