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31. März 2012 13:18 Uhr

Umweltaktion

Earth Hour – Licht aus für den Klimaschutz

In Freiburg, Stuttgart, Tübingen,Kehl und Basel gehen am Samstag für eine Stunde die Lichter aus. Die Städte beteiligen sich an der "Earth Hour", einer Klimaschutzinitiative des WWF.

  1. Kerzenlicht statt Scheinwerfer: Am Samstag sollen für eine Stunde die Lichter ausgehen. Foto: dpa

Bei der weltweiten Aktion, die der World Wide Fund For Nature (WWF) seit 2007 veranstaltet, wird die Fassadenbeleuchtung bekannter Gebäude oder Sehenswürdigkeiten eine Stunde lang ausgeschaltet. Straßenlaternen anv Straßen, Wegen und auf Plätzen bleiben aus Sicherheitsgründen in Betrieb.

Kehl: Grenzüberschreitend geplant

in Freiburg bleiben Rathaus, Schwabentor, Martinstor und Colombischlössle im Dunklen. In Basel bleiben Münster, Rathaus, Kunstmuseum, Mittlere und Wettsteinbrücke sowie verschiedene Kirchen, Brunnen und weitere öffentliche Gebäude im Dunkeln.

In Kehl stellt die Aktion die Initiatoren vor besondere Schwierigkeiten. Unter anderem musste Unterstützung aus Straßburg angefordert werden, weil die Beleuchtung der grenzüberschreitenden Fußgänger- und Radfahrerbrücke Passerelle von der französischen Rheinseite aus koordiniert wird, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt. Auch am Weißtannenturm und entlang des Rhein sollen die Lichter ausgehen.

In Stuttgart gehen im Rathaus, im Alten und Neuen Schloss sowie in der Stiftskirche um 20.30 Uhr die Lichter aus, wie die Stadt am Freitag mitteilte. In Tübingen sollen die Scheinwerfer an der Neckarfront ausgeschaltet werden. "Neben dem Hölderlinturm und den Gebäudefassaden am Neckar wird auch die Rathausfront im Dunkeln liegen", hieß es bei der Stadt.

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2011 war auch Freiburg dabei

Die Idee der "Earth Hour" (Stunde für die Erde) entstand im australischen Sydney. 2,2 Millionen Haushalte schalteten damals für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Im vergangenen Jahr machten weltweit mehr als 5200 Städte in 135 Ländern mit, beispielsweise gingen die Lichter am Eiffelturm in Paris, am Big Ben in London, am Tafelberg in Kapstadt und an der Christusstatue in Rio de Janeiro aus.

Aber nicht nur öffentliche Gebäude und Sehenswürdigkeiten sollen für eine Stunde im Dunkeln bleiben. Auch Privatleute sollen 60 Minuten bei Kerzenschein verbringen, um ihr Engagement für Klima und Umwelt sichtbar zu machen.

Wenig Interesse an schaltbaren Steckerschienen

Teil dieses Signals sollte in Basel auch eine Wette des grünen Regierungspräsidenten sein: Wenn sich mindestens 1000 Menschen verpflichten, eine Steckerschiene mit Schalter zu montieren, um den Stand-by-Betrieb zu unterbinden und so Strom zu sparen, wollte Guy Morin am Samstag bei einem Stadtrundgang seine Lieblingsorte vorstellen. Doch daraus wird nichts. Gerade mal 130 haben sich gemeldet.

Weitere Informationen unter

www.earthhour.wwf.de

Autor: Daniel Gramespacher, Claudia Renk, dpa