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09. Februar 2010 15:29 Uhr
Arbeitsmarkt Nordwestschweiz
Im Aargau fehlt es an Arbeit
In Baselland ist die Arbeitslosenquote im Januar gleich geblieben, in der Stadt Basel ist sie leicht gestiegen. Im Aargau ist sie so hoch wie nie.
BASEL/AARGAU (sda) Eine leichte Erhöhung der Arbeitslosenquote um 0,1 auf 4,5 Prozent hat der Kanton Basel-Stadt im Januar verzeichnet. Ende des Monats waren 4416 Personen ohne Arbeit – 94 mehr als im Vormonat. In Baselland blieb die Quote bei 3,9 Prozent. Im Kanton Aargau hingegen ist die Arbeitslosenquote im Januar erneut gestiegen und hat mit 4,1 Prozent den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Die Quote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte. 12 412 Personen waren dort arbeitslos gemeldet.
Wie schon im Vormonat entspricht die Arbeitslosenquote in der Stadt Basel, exakt dem landesweiten Durchschnitt. Die Indikatoren der Beschäftigung deuteten auf eine Stabilisierung der Arbeitskräftenachfrage hin, teilte das Basler Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Montag mit. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen lag Ende Januar bei 245 und damit um zwölf Prozent über dem Stand des Vormonats.
In Basel-Stadt waren Ende Januar 6138 Stellensuchende registriert – 96 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresperiode erhöhte sich diese Zahl um knapp 24 Prozent. Im Baselbiet waren laut Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) Ende Januar 5443 Personen Stellensuchende gemeldet. Das sind 36 mehr als im Vormonat.
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Die leicht positive Konjunkturentwicklung sei noch zu schwach, um nachhaltige Beschäftigungsimpulse auf dem Arbeitsmarkt zu bewirken, heißt es weiter. Es bleibe weiterhin schwierig, die "Tiefe und Dauer" der Arbeitsmarktkrise einzuschätzen. Die Pharmaindustrie trage wesentlich dazu bei, dass die Region Basel wirtschaftlich bessere Perspektiven habe als andere Regionen in der Schweiz.
Noch nie seien hingegen im Aargau so viele Personen arbeitslos gemeldet gewesen, teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Montag mit. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 328 Personen.
Auch die Zahl der Stellensuchenden nahm im Januar um 216 auf 16 486 Personen zu. Dieser Anstieg entspricht dem "typischen Saisonverlauf", urteilt das AWA. Es gebe "positive Signale" auf dem Arbeitsmarkt.
Keine Entspannung zeichnet sich bei der Jugendarbeitslosigkeit ab. In der Altersklasse der 15- bis 19-Jährigen waren im Januar 550 Personen arbeitslos. Die Quote stagnierte bei 2,9 Prozent. Bei den 20- bis 24-Jährigen kletterte die Quote um 0,1 Punkte auf sieben Prozent. Insgesamt waren 1902 junge Erwachsene bei einem der sieben Regionalen Arbeitsvermittlungszentren arbeitslos gemeldet.
Deutlich weniger Unternehmen reichten im Januar beim Kanton ein Gesuch für Kurzarbeit ein. 70 Betriebe mit gesamthaft 1423 Mitarbeitenden beantragten Kurzarbeit. Das waren 36 Betriebe weniger als im Vormonat.
Mit den Bewilligungen aus den Vormonaten könnten im Februar 8632 Personen von Kurzarbeit betroffen sein. Erfahrungsgemäß nehmen die Betriebe die Kurzarbeitsentschädigung nur für einen Teil der Mitarbeitenden in Anspruch, wie das AWA festhält.Voranmeldungen für die Kurzarbeit trafen beim Kanton vor allem aus der Maschinen- und Metallbauindustrie sowie aus der Bau-Nebenbranche ein.
Autor: sda
