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16. Juni 2009

Luchs noch ohne Namen

Tierpark Lange Erlen weiht Gehege für Rothirsche ein / Jungtiere bei Kapuzineräffchen und Ziegen

  1. Das junge Luchsweibchen, das noch namenlos ist, in der Obhut seiner Eltern Foto: R. Schmuttermaier

BASEL (BZ/sda). Freud und Leid im Basler Tierpark Lange Erlen: Während Rothirsche, Füchse und Wildschweine ihre neuen Gehege beziehen, sind zehn Jungstörche einem Hagelgewitter zum Opfer gefallen. In den zwölf Horsten konnten nur noch 20 junge Störche beringt werden.

Noch im Mai hatten sich die Verantwortlichen des Tierparks zuversichtlich gezeigt, in diesem Jahr mehr Jungstörche beringen zu können als in den Vorjahren; von gegen 30 war damals die Rede. Das Gewitter an Christi Himmelfahrt machte den Tierpflegern jedoch einen Strich durch die Rechnung, wie der Tierpark am Montag mitteilte. Nur noch 20 Jungvögel konnten dieser Tage mit Hilfe der Drehleiter der Basler Berufsfeuerwehr auf den Bäumen beringt werden.

Für die Rothirsche ist in den vergangenen Monaten ein riesiges Gehege gebaut worden. Die Fläche umfasst nun jene von vier alten Hirschgehegen. Die Anlage entspricht mit ihrer Vielfalt dem natürlichen Raum der Hirsche: Im Wald, auf Wiesen und an Wasserstellen können die Tiere beobachtet werden. Vorerst ziehen sechs junge Rothirschkühe in ein. Das männliche Tier könne erst im August transportiert werden, hieß es.

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Mehr Platz haben auch die Wildschweine, die ein ehemaliges Hirschgehege dazu erhalten haben. Sie werden den Lebensraum mit dem Fuchs teilen, der auch wild im Park lebt – "hoffen wir, dass das gut geht", schreibt Edwin Tschopp, Präsident des Erlen-Vereins, der den Park trägt und unterhält in der Pressemitteilung. Die neue Anlage wird am Wochenende vom 20. und 21. Juni der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein Kapuzineräffchen ist von seiner unerfahrenen Mutter heruntergefallen
Am 9./10. Mai kam der erste Luchs im Tierpark Lange Erlen zur Welt, ein Weibchen. Normal ist ein Wurf mit einem bis drei Jungtieren. Die Mutter Selina zeigte am Pfingstwochenende das Jungtier, das noch namenlos ist. Für die beiden Jungluchse, die seit vergangenem Jahr bereits zu stattlichen Halbstarken herangewachsen sind, werden noch passende Plätze in anderen Tierparks gesucht. Dank der Größe und der Unterteilbarkeit des neuen Luchsgeheges ist die Haltung der Luchse zusammen mit den Jungtieren vom Vorjahr kein Problem.

Bei den Kapuzineräffchen ist eines der beiden Anfang Mai geborenen Jungtiere gestorben. Laut Mitteilung ist es von seiner unerfahrenen Mutter heruntergefallen. Das zweite kann gut beobachtet werden, wie es von seiner Mutter getragen wird. Die meiste Zeit krallt es sich dabei ins Rückenfell der Mutter, einzig zum Säugen klettert es auf die Brustseite. Im Sommer wird das Affenhaus einen neuen Boden erhalten; die Schäden, die die Affen verursacht haben, sollen behoben werden. Ferner kann man ein Zicklein bei den Bündner Strahlenziegen beobachten, das die erste von drei Geißen an Himmelfahrt bekommen hat. Diese Pro-Specie-Rara-Rasse ist im Erlebnishof zu sehen. Schließlich sind Ende April drei Uhus geschlüpft. Die Jungvögel wachsen rasant heran. Sie sind noch in grauem Flaum, können aber gut beobachtet werden.

Eröffnungsfest: 20./21. Juni, Stand des Erlen-Vereins, Ponyreiten und Spiele mit den Erlenkids. Programm im Musikpavillon: Musikverein Wyhlen (Samstag, 13 bis 18 Uhr), Alphorngruppe Riehen (Samstag, 16 Uhr), Musikverein Brombach (Sonntag, 10.30 Uhr), anschließend Musikverein Schluchsee, Volkstanzgruppe und Holzkünstler.

Autor: sda