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04. Februar 2012
Maßanzug fürs Dreispitzareal
Planung wird überarbeitet.
BASEL (BZ). Die Planung für die weitere Entwicklung des Dreispitzareals zwischen Basel und Münchenstein wird überarbeitet, wie einer gemeinsamen Mitteilung der Kantone, der Gemeinde Münchenstein und der Christoph Merian Stiftung als Grundstückseigentümerin und Projektträgerin zu entnehmen ist. Grund sind Einsprachen, die gegen die aufgelegten Pläne vorgebracht wurden.
Die Umgestaltung und Belebung des weitgehend gewerblich genutzten Areals im Basler Südosten in der Nähe des St. Jakobstadions an den Grenzen zwischen Stadt- und Landkanton steht seit Jahren auf der Tagesordnung. Auf dem rund 50 Hektar großen Areal, das je zur Hälfte auf Basler und auf Münchensteiner Boden liegt, sind bereits heute rund 4000 Arbeitsplätze angesiedelt, nicht zuletzt in der Logistikbranche. Die Weiterentwicklung des Areals soll zusätzlich bis zu 6000 Arbeitsplätze schaffen und zirka 1000 neue Wohnungen. Mit dem Prozess der Nutzungsplanung fiel im Mai 2011 der Startschuss, diese Potenziale zu heben.
Zentrales Ziel dabei ist es zwar, die Stellung des Gewerbes nicht nur zu erhalten, sondern diesem mehr Raum zu verschaffen. Dennoch fürchten einzelne Baurechtsnehmer und Nutzer, dass sie in ihrer Nutzung eingeschränkt werden können. Deshalb hatten einzelne Betriebe und Organisationen gegen die Planung Einspruch eingelegt. Diese Vorbehalte werden derzeit bearbeitet. Dabei zeichne sich ab, dass die Planungsgrundlagen sowie einzelne Detailbestimmungen angepasst werden, heißt es in der Mitteilung. Ausgangspunkt dafür sei, dass im Bestand und nicht auf der grünen Wiese geplant werde. Zudem bestünden hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit und städtebauliche Qualität sowie strenge Vorgaben im Umwelt- und Verkehrsbereich. Am Besitzstand werde aber nicht gerüttelt: Keiner der aktuellen Nutzer müsse zurückbauen, zugleich sollten aber die langfristigen Ziele als Eckpunkte unangetastet bleiben. Ziel sei es, die Ansprüche in "ein angepasstes, maßgeschneidertes Planungsgewand zu kleiden". Dieser Prozess beanspruche aufgrund der Komplexität jedoch einige Zeit. Erste Lösungen wollen die Initiatoren im Sommer präsentieren.
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Autor: bz
