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16. März 2010 00:06 Uhr

Schweiz

Mundraub bei Migros: Sandwich gegessen – fristlos entlassen

Die Schweizer Lebensmittelriese Migros hat eine Verkäuferin entlassen, weil sie während der Arbeit ein noch nicht bezahltes Sandwich gegessen hat. Für Migros ist das Mundraub.

  1. Nicht mit Schinken, sondern mit einer Frikadelle belegt war das Sandwich, das eine Basler Migros-Verkäuferin gefuttert hat. Foto: ddp

Den Vorfall hat die Schweizer Boulevardzeitung Blick in ihrer Online-Ausgabe publik gemacht. Demnach hatte die 20-jährige Lebensmittelverkäuferin am 4. Februar in der Migros-Filiale "Stücki" in Basel ein Frikadellen-Sandwich während der Arbeitszeit aus einem Regal genommen und gevespert. Allerdings bezahlte sie es nach "Blick"-Angaben – anders als von den Migros-Regularien vorgegeben – nicht vor dem Verzehr, sondern erst zehn Minuten später.

Migros verweist auf seine Hausordnung, wonach ein Mundraub ein geringfügiger Diebstahl sei und zu einer fristlosen Kündigung führe. Dieter F. Wullschleger, Kommunikationsbeauftragter der Migros Basel, bestätigte die Tat der Frau, wollte sich gegenüber der Badischen Zeitung aufgrund des laufenden Verfahrens nicht weiter zu dem Fall äußern.

Der Fall kommt vor das Arbeitsgericht

Für den Anwalt der 20-Jährigen ist der Fall klar: "Skandalös, wie ein vermeintlich sozialer Arbeitgeber wie die Migros mit dem Personal umspringt", wird Stefan Suter im "Blick" zitiert. Viele Fragen bleiben indes offen – etwa die, ob die junge Frau das Sandwich nur bezahlt hat,weil sie ein schlechtes Gewissen hatte oder sich ertappt fühlte. Nun beschäftigt sich das Arbeitsgericht des Kantons Basel-Stadt mit dem Fall.

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Autor: jma/bz