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04. Februar 2012
Nach schwierigem Start kommt Routine
Das Universitäts-Kinderspital beider Basel zieht Bilanz nach dem ersten Jahr an neuem Standort.
BASEL (BZ). Zwölf Monate nach dem Umzug an seinen neuen Standort blickt das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) auf ein außerordentliches Jahr zurück. Bereits in seinem ersten Betriebsjahr wurde das UKBB durch Patienten und Familien rundum in Anspruch genommen. Für die rund 900 Mitarbeitenden bedeutete dies eine große Herausforderung, galt es doch, die Patienten mit einer hohen Qualität zu versorgen und sich gleichzeitig im neuen Spital einzuarbeiten. Nach dem anstrengenden Einleben im ersten Jahr könne mit der nun erworbenen Routine im 2012 zu einem Normalbetrieb übergegangen werden, heißt es in einer Pressemitteilung.
Am 29. Januar 2011 wurden die alten Standorte, Römergasse und Bruderholz, unter einem Dach an der Spitalstraße 33 in Basel vereint. 2011 verzeichnete das UKBB mehr Patienten als im Vorjahr. Die interdisziplinäre Notfallstation an einem Standort scheint die Bedürfnisse besser abzudecken, die Notfallkonsultationen haben um rund 19 Prozent zugenommen. Ebenso habe sich die neue Notfallpraxis, die von niedergelassenen Kinderärzten der Region betrieben wird, bewährt. Dank der neuen Notfall-Überwachungsstation wurden etwas weniger Kinder stationär aufgenommen, viele konnten nach kurzer Überwachung wieder nach Hause entlassen werden. Andererseits haben Patienten mit komplexen Problemen zugenommen, was sich in einer leichten Zunahme der durchschnittlichen Verweildauer niederschlägt.
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Für die Mitarbeiter war der Start in der neuen Umgebung in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung: So galt es bei hoher Patientenzahl und trotz des Einarbeitungsaufwands in der neuen Umgebung dieselbe gute Betreuung zu gewährleisten. Um dies zu ermöglichen, hätten alle UKBB-Mitarbeitenden außerordentlich viel geleistet. Die Menge der angehäuften Überstunden war per Mitte Jahr mit rund 58000 Stunden enorm hoch. Es galt daher, weitere Lösungen für eine Entlastung und einen Abbau dieser Stunden zu finden. Im September 2011 bewilligte der Kinderspitalrat die Schaffung zusätzlicher 17 Stellen bei der Verwaltung, der Pflege und der Ärzteschaft.
Ein Wermutstropfen ist die unbefriedigende Parkplatzsituation. Viele Startprobleme dagegen seien gelöst. So musste die Notfallstation baulich angepasst werden an die Anforderungen des Betriebs. Damit habe sich die Arbeitsbelastung reduziert. Viele Überstunden konnten abgebaut oder ausbezahlt werden. Das UKBB will in den kommenden Jahren neben der Grundversorgung ausgewählte universitäre medizinische Schwerpunkte verstärken. So sind ein Thorax- und Lungenzentrum, ein Kopf- und Rückenzentrum (inklusive Knochen- und Weichteiltumorchirurgie), ein Knochenmarktherapiezentrum und ein Perinatalzentrum mit Entwicklungspädiatrie vorgesehen.
Autor: bz
