Pep Guardiola und die Basler Winterpause

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Fr, 16. Februar 2018

FC Basel

Der FCB will sich nach Man City nun auf St. Gallen fokussieren.

FUSSBALL. In einem Detail lag der detailversessene Pep Guardiola falsch: Der FC Basel hatte im Kalenderjahr 2018 bis zum Champions-League-Match gegen Manchester City nicht "erst ein Pflichtspiel" bestritten, wie der große Lehrmeister sagte, sondern deren zwei; gegen Lugano (0:1) und in Thun (2:0). Dass der Schweizer Meister und Super-League-Zweite noch seine 2017er Form sucht – das indes hat Guardiola richtig erkannt. Basel sei "nach der Winterpause noch nicht im Toprhythmus", den es etwa beim 1:0-Sieg gegen Manchester United im November hatte. "Das war ein Vorteil für uns", befand der 47-Jährige nach der 4:0-Darbietung seines Ensembles im Achtelfinalhinspiel. Und wie schwer es sein könne, nach der Unterbrechung den Tritt wieder zu finden – das, so Guardiola weiter, "habe ich in München gelernt".

Auch in der Super League geht’s "alles andere als von alleine"

Anders als England und Spanien, wo sie quasi durchspielen, hat die Schweiz sieben Wochen pausiert. Sieben Wochen, in denen die Basler an Leistungsvermögen und Unwiderstehlichkeit verloren haben. "Wir haben es probiert und hätten ein Tor verdient gehabt", sagte Rückkehrer Valentin Stocker nach dem Königsklassenauftritt am Abend vor dem Valentinstag noch. Und der Ex-Herthaner fügte an: "Es geht auch in der Meisterschaft alles andere als von alleine." Daher gelte es "gut zu regenerieren", um bereit zu sein fürs Duell mit dem FC St. Gallen. Der Tabellensechste reist mit Matthias Hüppi als neuem Clubpräsidenten und Alain Sutter als neuem Sportchef an – aber noch ohne Punkte aus 2018.

FCB-Coach Raphael Wicky ist überzeugt vom Charakter seiner Mannschaft. Den habe sie gegen Man City bewiesen, als sie "in schwieriger Situation immer versucht" habe, "Fußball zu spielen".

Super League: FC Basel – FC St. Gallen, Samstag, 19 Uhr, St.-Jakob-Park