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03. Juli 2009
Pflegewohngruppe für Süchtige
Basel-Stadt startet Pilotprojekt im Gundeldinger Quartier / Vorbild steht in Zürich
PBASEL (sda). Basel richtet eine Wohngruppe für pflegebedürftige Junkies und andere Süchtige ein. Das Pilotprojekt beginnt mit sechs Plätzen und kann auf zwölf ausgebaut werden. Es soll Psychiatrie- und Geriatriespitäler entlasten. Die Pflegewohngruppe für Suchtmittelabhängige wird als Piotprojekt m "Sternenhof" im Gundeldinger Quartier eingerichtet und 2011 evaluiert. Das Angebot wurde zusammen mit der Abteilung Sucht und der Behindertenhilfe erarbeitet. Es betrifft Abhängige von legalen wie illegalen Suchtmitteln. Allerdings müssen sie in Basel-Stadt daheim sein; für Einwohner anderer Kantone bräuchte es eine Ausnahmebewilligung, sagte Martin Birrer, Leiter der Abteilung Langzeitpflege im Gesundheitsdepartement Basel.
Birrer rechnet zwar mit zunehmender Nachfrage für solche Plätze, doch das Medieninteresse sei größer als das Problem. Nur wenige Junkies, die ein prekäres aber selbssttändiges Leben am Rande gewohnt sind, seien bereit für ein Heim. Einzelne Süchtige leben bereits im "Sternenhof", der mit einer Apotheke zusammenarbeite. Mit dieses ist übrigens ein Tagesansatz von 329,10 Franken (rund 220 Euro) für Süchtige vereinbart worden. Das ist laut Birrer günstiger als der Satz im Spital.
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Vorbild des Projektes ist Zürich: Dort ging 2006 das "Bewo City" mit 19 Plätzen für Drogensüchtige und Randständige in Betrieb. In Baselland steht in Langenbruck steht das Langzeitheim "Harmonie" langjährigen Süchtigen und Ex-Süchtigen offen.
Autor: sda
