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24. August 2010
Wohnungen werden in beiden Basel knapper
Aber mehr freier Gewerberaum.
BASEL/LIESTAL (sda). Wohnungen werden knapper in den beiden Basler Halbkantonen: Der Leerwohnungsbestand ist im Stadtkanton um 19 Prozent auf 783 freie Logis gesunken, im Landkanton um 13 Prozent auf 595 Logis. Die Leerwohnungsquote sank dabei indes nur in Basel-Stadt, nämlich von 0,9 auf 0,7 Prozent.
In Basel funktioniere der Wohnungsmarkt, sagte Regierungspräsident Guy Morin am Montag vor den Medien. Es gebe keine Wohnungsnot. Weil die Bevölkerung durch die Zuwanderung ständig wachse, brauche es aber zusätzlichen Wohnraum. Die Regierung wolle noch in diesem Jahr eine "Strategie zur Wohnraumentwicklung 2011 bis 2016" vorgelegen. Derzeit gibt es im Stadtkanton rund 105 000 Wohnungen. Innerhalb eines Jahres wurden rund 600 Neubauwohnungen erstellt, wie aus einer Aufstellung der Statistischen Ämter in den beiden Basel hervorgeht. Zieht man Abbrüche, Umbauten und Zweckänderungen ab, ergab sich ein Nettozuwachs von noch 300 Wohnungen. In der gleichen Zeit erhöhte sich die Bevölkerungszahl um 1200 Personen.
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Deutlich zurückgegangen ist die Anzahl der leeren Ein- und Zwei-Zimmer- Wohnungen. Dies wird vor allem auf die Zusammenlegung von kleinen Einheiten zurückgeführt. Mit 1,1 Prozent weisen die Ein-Zimmer-Wohnungen nur noch eine leicht höhere Leerstandsquote auf als die Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen (0,8 Prozent).
In Baselland lag die Quote der leerstehenden Wohnungen zuletzt unverändert bei 0,5 Prozent, obwohl 1300 neuen Logis gebaut wurden. Die Quote ist seit drei Jahren stabil. Die meisten freie Wohnungen gibt es in den Bezirken Liestal und Waldenburg. Die Einheiten mit drei und vier Zimmern sind im Baselbiet am wenigsten begehrt.
Anders ist die Entwicklung beim Gewerberaum: Geschäftsräume sind in Stadt und Land vermehrt auf dem Markt. Die leer stehenden insgesamt 322 000 Quadratmeter in beiden Basel entsprechen fast genau dem Rekordwert von 2007, sagte Patrick Gutmann vom Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT).
In Basel-Stadt stiegen die leeren Büroflächen innerhalb eines Jahres um stolze 58 Prozent auf 81 705 Quadratmeter. Im Landkanton gibt es derweil deutlich mehr Gewerbeflächen. In beiden Basel sind zudem die Produktionsflächen stark zurückgegangen, was auf den Strukturwandel in der Industrie zurückgeführt wird.
Die Zahlen basieren auf der Statistik mit Stichdatum 1. Juni. Die Statistischen Ämter publizieren sie jeweils zusammen mit dem SVIT (Schweizerischer Verband der Immobilienwirtschaft).
Autor: sda
