Muttenz will, dass alle verseuchte Erde wegkommt

sda

Von sda

Di, 28. Oktober 2014

Baselland

Den Einwohnern der Gemeinde Muttenz gehen die Pläne für die Sanierung der Feldreben-Deponie nicht weit genug.

MUTTENZ (sda). Die Gemeindeversammlung von Muttenz hat sich gegen die Vereinbarung für die Sanierung der Deponie Feldreben ausgesprochen. Nun ist offen, wie es mit dem Sanierungsprojekt weitergeht, um das seit Jahren gerungen wird. Bisher war geplant, die Arbeiten 2015 aufzunehmen. Die Entscheidung der Gemeindeversammlung fiel am Donnerstagabend klar aus: Die Bevölkerung lehnte die Kooperationsvereinbarung mit 140 zu 85 Stimmen bei 22 Enthaltungen ab. Die Gemeindekommission hatte zuvor mit 9 zu 7 Stimmen bei 5 Enthaltungen zugestimmt.

Laut der für Umwelt und Sicherheit zuständigen Gemeinderätin Heidi Schaub geht der Bevölkerung von Muttenz das Sanierungsprojekt für die Deponie nicht weit genug. Statt dem geplanten Teil werde mehrheitlich ein Vollaushub verlangt.

Wie es mit der Deponiesanierung nun weitergeht, ist noch offen. Die Mitglieder des Runden Tischs bedauern laut einer Mitteilung der Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) vom Freitag die Entscheidung von Muttenz "außerordentlich". Die Kooperationsvereinbarung sei damit hinfällig. Sie hätte nur mit Zustimmung aller Parteien in Kraft treten können.

Das zur Sanierung der Deponie vorgesehene gemeinsame Vorgehen sei nun nicht mehr möglich, heißt es in der Mitteilung weiter. Möglich ist laut der VGD, dass die verbleibenden Partner nun die Kosten unter sich aufteilen. Möglich sei aber auch, dass das Baselbieter Amt für Umwelt und Energie über das weitere Vorgehen und den Kostenverteiler bestimmen muss.

Die Vertreter des Runden Tisches wollen nächste Woche das weitere Vorgehen beraten. Als Kooperationspartner für die Sanierung der mit Chemiemüll belasteten Deponie Feldreben verbleiben die beiden Basel und die Chemie- und Pharmakonzerne BASF, Novartis und Syngenta.

Dass die Sanierungsarbeiten wie geplant nächstes Jahr aufgenommen werden können, schließt Projektleiter Bernhard Matter aus.