Erster Matchball für Bayern-Basketballer

dpa

Von dpa

Mi, 13. Juni 2018

Basketball

Alba Berlin kann das erste Basketball-Double des FC Bayern nur noch mit zwei Siegen verhindern.

BERLIN (dpa). Kurz vor dem Double-Coup sind bei den Basketballern des FC Bayern keine Schmerzen erlaubt. "Körperlich sind wir am Limit", sagte Manager Marko Pesic, der seine Pokalsieger im Finale der Bundesliga gegen Alba Berlin zum nächsten Triumph führen will. "Wenn du Meister werden willst, musst du aus der Komfortzone raus, musst Dinge machen, die wehtun", sagte der Münchner Geschäftsführer vor dem Showdown am heutigen Mittwoch. Nach Spiel vier will Pesic in der Hauptstadt jubeln, dort, wo der Ex-Profi schon viel erlebt hat – als Hausherr und Gast.

Hauptrundensieger München führt mit 2:1 und kann mit Sieg Nummer drei alles klar machen. Die Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic sei bereit, die zweite Meisterschaft der jüngeren Vergangenheit zu gewinnen. Ein Foto der Champions von 2014 hat sich Pesic ins Büro gehängt. "Jedes Mal, wenn ich daran vorbeilaufe, frage ich mich: Wie konnten wir Meister werden mit dieser Mannschaft? Das war eine tolle Leistung." Jetzt seien die Bayern noch besser als beim 3:1 damals, doch auch der Gegner sei wesentlich stärker. Als "die beste Mannschaft seit zehn Jahren" lobte Pesic die Berliner, für die er selbst von 1995 bis 1999 und von 2000 bis 2004 aktiv war. Zehn Jahre ist es auch her, dass Alba letztmals Meister wurde. Nur zwei Erfolge helfen noch, um diese Durststrecke zu beenden.

"Ich setze darauf, dass unser Fokus mit dem Rücken zur Wand besser sein wird", sagte Berlins Spencer Butterfield. Trotz zwischenzeitlich deutlichen Rückstands am Sonntag in München kamen die Berliner beim 66:72 in Spiel drei am Ende noch einmal gefährlich heran, verpassten aber die Wende. Die unnötige Spannung ärgerte Bayern-Präsident Uli Hoeneß, für den "noch längst nichts entschieden" ist. "Berlin wird alles versuchen, um seine letzte Chance zu nutzen." Auf den 66-Jährigen als Anhänger in der Halle müssen die Bayern wohl verzichten. Es sei nicht geplant, dass Hoeneß nach Berlin kommt, hieß es vom Verein. Schon 2014 war er beim Titel nicht dabei, da er gerade seine Haftstrafe angetreten hatte.

Der Druck auf Berlin ist vor dem letzten Heimauftritt der Spielzeit enorm. "Für uns ist das ein echtes Do-or-die-Spiel", sagte Sportdirektor Himar Ojeda. Nur ein Alba-Sieg würde eine entscheidende fünfte Begegnung in München am Samstag (20.30 Uhr) erzwingen.