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10. Juli 2012

Bau wird teurer als geplant

Die Arbeiten an Kindergarten und Festhallenvorplatz kosten mehr als vorgesehen.

LÖFFINGEN. Bei der Zahl ging ein Raunen durch den Gemeinderat: 80 000 Euro mehr soll der Bau des Kindergartens und des Festhallenvorplatzes kosten. Die Empörung war groß, Wörter, wie Fehlplanung hallten durch den Raum. Ein großer Teil der Mehrkosten, etwa 50 000 Euro, sei dabei laut Rathausspitze erst während der Bauarbeiten entstanden. Diese wären nicht vorhersehbar gewesen. Die weiteren 30 000 Euro sind Vorschläge für eine bessere Ausstattung des Kindergartens und des Festhallenvorplatzes.

Die Überraschung war groß im Gemeinderat, plötzlich sollte das Bauvorhaben Kindergarten und Festhallenvorplatz viel teurer werden als geplant. 80 000 Euro mehr soll die Stadtkasse dafür lockermachen. Die Räte waren aufgebracht, fragten nach, wie es sein kann, dass es so viel teurer werden könne. Erst nach einer längeren Diskussion konnte wurde aufgeschlüsselt, woher die Kosten kommen.

Pflicht und Kür

"Bei einem so großen Projekt lässt sich nicht alles genau durchplanen", sagt Artur Klausmann, der Stadtkämmerer auf Anfrage der BZ später. Und so sei während der Arbeiten etwa aufgefallen, dass unter den Straßen Boden ausgetauscht werden musste. Wie es um den Unterboden beschaffen sei, sei vorher nicht abzuschätzen. Zudem müssten extra Abwasserleitungen zur Trennung von Regen und Schmutzwasser verlegt werden, die Feuerwehrzufahrt verändert werden und die Straße im Bereich Schulweg und Bittengasse um 200 Quadratmeter erweitert werden. Kostenpunkt insgesamt: 50 000 Euro. Diese Kosten seien unumgänglich. Ein Teil sei laut Klausmann allerdings auch durch Zuschüsse gedeckt.

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Die anderen 30 000 Euro hingegen sind keine Muss-Ausgaben. Hierbei handelt es sich um Verbesserungsvorschläge. Der Kindergarten soll einen anderen Sonnenschutz durch flexible Planen bekommen, die Terrasse solle aus widerstandsfähigerem Holz gebaut werden. Auch bei der Festhalle seien – für mehr Geld – bessere Lösungen möglich. Etwa bei der Verbreiterung der Zufahrt der Festhalle für Längsparker.

Entschieden wird erst nächste Woche

"Das sind wohl Pflicht und Kür Aufgaben", sagte Gemeinderat Rudolf Gwinner. Wie seine Ratskollegen wirkte auch er skeptisch. "So einfach 80 000 abnicken, das werden wir nicht tun", hörte man aus den Reihen des Rates. Begeisterung hört sich anders an. Allerdings war diese Sitzung auch lediglich ein Informationstermin. Als problematisch empfanden die Räte dabei, dass sie sich mit den vielen Zahlen nicht vorher vertraut machen konnten. Die genaue Auflistung der Positionen ging nun an alle Fraktionen des Rates. Abgestimmt werden soll in der Sitzung vom 19. Juli.

Autor: Sebastian Wolfrum