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27. Juli 2012

BEG will sich beteiligen

Genossenschaft sieht Sinn in Windkraft-Investition.

  1. Torsten Schwarz von der Bürgerenergiegenossenschaft Biederbach & Elztal informierte über den aktuellen Stand zum Thema Windkraft Foto: Christine Speckner

ELZACH. Wenn es nach den Freunden der Windkraft geht, könnten bald auf den Höhen des oberen Elztals neue Windkraftanlagen stehen. 19 mögliche Standorte im Verwaltungsverband Elzach kommen laut Entwurf des Flächennutzungsplans in Frage. Doch "schnell geht gar nichts", bremste Torsten Schwarz den Optimismus einiger Bürger bei einer Informationsveranstaltung in Elzach.

Torsten Schwarz ist Mitglied der Bürgerenergiegenossenschaft Biederbach & Elztal (BEG). Als Geschäftsführer eines Unternehmens berät er Kommunen bei der Investition in Windkraft. "Die Gemeinden haben ihre Hausaufgaben gemacht", sagte Schwarz, der den Abend mit knapp 30 Bürgern im Aktiv-Hotel moderierte. Die Kommunen sind laut Gesetz dazu verpflichtet, den Flächennutzungsplan weiterzuentwickeln, um das von der Politik erklärte Ziel, den Ausbau der erneuerbaren Energien, zu erreichen.

Mögliche Standorte hat nun auch der Verwaltungsverband Elzach, bestehend aus Elzach, Winden und Biederbach, ausgewiesen. Diese Flächen gelten als windhöffig. Das heißt, der Wind weht dort so stark, dass der Ertrag wirtschaftlich ist. Allerdings rechnet Schwarz damit, dass von den 19 möglichen Standorten noch etliche wegfallen werden, denn in den kommenden Monaten führen die Behörden weitere Windmessungen durch. Auch prüfen sie die Belange des Naturschutzes (die BZ berichtete). Windens Bürgermeister Clemens Bieniger warb um Verständnis dafür, dass Kommunen die Windkraft nicht so schnell voranbringen, wie von der Politik gewünscht. Das Problem laut Bieniger: "Der Naturschutz hat bislang Vorrang vor dem Klimaschutz." Auf einen "rechtsfähigen Nutzungsplan" werden Kommunen und Bürger also noch warten müssen.

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Auf die Frage, ob auch Stadtwerke eine Beteiligung an Windkraftanlagen erwägen, sagte Elzachs Bürgermeisterstellvertreter Karl-Heinz Schill: "Das ist unser Ziel, darin sehen wir eine Wertschöpfung für die Region."

Für die Investition in Windkraft riet Frank Krause, Vorstand der BEG. Neben Photovoltaikanlagen beteilige sich die BEG künftig auch an Windkraft-Projekten. Eine Investition in Gewinn versprechende Anlagen außerhalb des Verwaltungsverbands Elzach habe man diskutiert. Doch bekenne sich die BEG laut Beschluss weiterhin zur Region Biederbach und Elztal. Jeder Bürger könne Mitglied in der 2010 gegründeten Genossenschaft werden. Als Vorteile nannte Krause die minimale Beteiligung von 100 Euro und eine "gleichmäßige Rendite". In 2011 lag sie bei 6,5 Prozent.

Für den Rückbau der Windräder interessierte sich eine Zuhörerin: "Was geschieht eigentlich nach 20 Jahren?" Der Betreiber sei laut Pachtvertrag zum Abbau verpflichtet und müsse eine Bürgschaft zwischen fünfzig- und hunderttausend Euro dafür hinterlegen, so Schwarz. Beim sogenannten Re-Powering würden Anlagen der ersten Generation durch moderne Turbinen ersetzt. Dank Hightech erzeugen diese Windräder acht Mal so viel Strom. Wenn der Wind bläst.

Info: Für Bürger und andere Investoren, die in Windkraftanlagen im oberen Elztal investieren wollen, gibt die Bürger-Energiegenossenschaft Biederbach & Elztal Auskunft unter http://www.buergerenergie-biederbach.de E-Mail: info@buergerenergie-biederbach.de

Autor: Christine Speckner


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