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14. Juni 2012

Bei den Immobilien noch vieles offen

Evangelische Kirchengemeinde Lörrach verzeichnet erste Sparerfolge im Haushaltsplan / Christusgemeinde noch unentschieden.

  1. Gemeindehaus der Johannespfarrei steht vor dem Verkauf. Foto: Trenz

LÖRRACH. Auf erfolgversprechendem Weg ist die Kirchengemeinde Lörrach mit dem Ziel, ab 2014 jedes Jahr 160 000 Euro einzusparen. Das hat in vielen kleinen Schritten schon begonnen und braucht Phantasie und Fingerspitzengefühl im Einzelfall. "Gut gewirtschaftet" wurde in den Gemeinden, bestätigte Heidi Schneider, die im Verwaltungs- und Service-Amt (VSA) die rechnerischen Daten überwacht. Sie erläuterte am Dienstag im Kirchengemeinderat die Haushaltsplanung für 2012/13.

Eingearbeitet wurden darin die Tarifsteigerungen, vor allem für das Personal für je eine neue Gruppe im Claudius- und im Oberlin-Kindergarten. Die Stadt muss dafür noch offiziell ihre Zustimmung signalisieren. Die bisherigen Sparmaßnahmen wirkten sich erst in geringem Umfang aus, merkte Schneider an. Im Gesamtvolumen des Haushaltes (3,1 Millionen Euro), der von 2011/12 im Wesentlichen fortgeschrieben wird, sei der Betrieb der Kindergärten mit gut zwei Millionen Euro enthalten. Jede Pfarrgemeinde kann für sich 2013 mit einem kleinen Überschuss rechnen. "Die bewegliche Masse ist jeweils sehr gering", sagte Heidi Schneider. Silke Fehrenbach, Vorsitzende des Ältestenkreises der Matthäusgemeinde, forderte, der "aktive Budgetierungsprozess" müsse in allen sechs Gemeinden anlaufen. Die Einrichtung des Zentralsekretariats habe sich bewährt, sagte Ulrike Moenius. Angepeilt ist Januar 2013 für den Umzug ins "Haus der Kirche", dem ehemaligen Pfarrhaus neben der Stadtkirche. Dort werden auch das Dekant des Kirchenbezirks Markgräflerland, das Schuldekanat und die Medienstelle einziehen. Die Kirchengemeinde Lörrach trägt ein Drittel der Umbaukosten.

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Die Gemeinde an der Christuskirche wägt immer noch ab zwischen einem Neubau des Gemeindehauses und der energetischen Sanierung des Gebäudes. Ende 2012 will man einen Beschluss fassen.

Weiter gekommen ist man mit dem geplanten Verkauf von Gemeinde- und Pfarrhaus der Johannespfarrei in der Suttersmattstraße. Die Vertragsunterzeichnung zwischen Kirchengemeinde und einer Firma stehe bevor. Ein Neubau für die Johannesgemeinde soll (wie berichtet) in der Riehenstraße auf dem "Pizzagrundstück" entstehen. Die Ausschreibung ist in Vorbereitung für einen auf drei bis fünf Architekten beschränkten Wettbewerb. Welche Interimslösung für die Gemeinde gefunden wird, ist noch offen, denn schon Ende Mai 2013 sollen die Gebäude geräumt werden.

Bekräftigt wurde der Beschluss, das im Kirchenbesitz befindliche Haus Zwischen den Wegen 12 zu verkaufen. Das Freizeitheim Elbenschwand ist renovierungsbedürftig und hat bisher noch keinen Käufer gefunden.

Nachdem Kirchendienerin Gudrun Haack in den Ruhestand ging, wurde eine 85-Prozent-Stelle ausgeschrieben. An der Christuskirche finanziert der Jugendförderverein eine Stelle für die Jugendarbeit. Für Christian Seitz rücken für ein Jahr die Jugendreferenten Liska und Simeon Speck nach.

Beim Kirchgeld wird eine deutliche Steigerung beobachtet, wenn Spenden für gemeindebezogene Projekte beworben werden. Das zeigte sich bei der Matthäusgemeinde, die für Solarenergieversorgung am Gemeindehaus sammelt.

Autor: unserer Mitarbeitern Johanna Högg