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07. Februar 2010 16:29 Uhr

Rettungseinsatz

Bergwacht sucht vermissten Snowboarder am Feldberg

Er ist betrunken, stößt auf dem Hang mit einer jungen Skifahrerin zusammen – und verschwindet . Spurlos. Am Feldberg wird seit Samstagabend ein 28-jähriger Snowboarder vermisst. Die Suche der Bergwacht blieb bislang erfolglos.

  1. Bergwacht am Feldberg. Foto: dpa

Der Wintersportler aus Belgien hatte sich laut Polizei nach einem Zusammenstoß mit einer 13-jährigen Skifahrerin nahe dem Zeiger-Lift zu Fuß von der Unfallstelle entfernt. Er soll stark alkoholisiert gewesen sein, jedoch den Unfall unverletzt überstanden haben. Sein Snowboard und weitere persönliche Gegenstände ließ er zurück. Die 13-Jährige wurde vom Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen.

Gegen 19.30 Uhr meldete sich der Mann per Handy bei seiner Reisegruppe und gab an, nahe der Unfallstelle im Wald an einem Baum zu sitzen. Die Polizei rief die Bergwacht zu Hilfe, die ihn aber nicht fand. Auch der Versuch der Handy-Ortung scheiterte.

Suche im meterhohen Schnee

Als es gegen 21 Uhr immer noch keine Spur und auch keinen Kontakt mehr gab, wurde die Bergwacht auf 20 Helfer verstärkt, um 22.30 Uhr verdoppelte Einsatzleiter Uwe Männel die Truppe auf 42 Suchende. Er beschrieb deren Arbeit am Sonntag als extrem schwierig, denn im meterhohen Schnee am Südhang war an ein Fortkommen nur mit Schneeschuhen oder Tourenskiern möglich, teils sanken seine Leute bis zur Brust ein.

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In der Zwischenzeit war ein Man-Trailer genannter Suchhund vor Ort, der den Geruch von Kleidung des Vermissten aufnahm – aber ohne Erfolg blieb.

Hoffnung keimte erst auf, als die Suche auf das Gebiet rechterhand des Zeigerlifts ausgeweitet wurde: Hier fanden sich Spuren, offenbar hatte jemand versucht, in ein Haus einzudringen. Sie konnten eindeutig dem Belgier zugeordnet werden.

Rettung für jungen Mann

Sie konnten bis an die B 317 verfolgt werden, und die Helfer durchkämmten nun intensiv das Gebiet Richtung Menzenschwander Hütte – und fanden dabei einen anderen jungen Mann, der betrunken und nur mit einem T-Shirt bekleidet auf der Piste zwischen Grafenmatt und Zeller Hang lag. Hätten sie ihn nicht entdeckt, wäre er womöglich im Schnee erfroren.

Er gehörte zu einer Gruppe auf der Radolfzeller Hütte. Die Suche nach dem Belgier wurde um vier Uhr abgebrochen in der Hoffnung und Annahme, dass sich der Mann von der B 317 aus irgendwie in Sicherheit bringen konnte. Jetzt hat die Polizei Lenzkirch die Suche nach dem Vermissten übernommen.

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Autor: Peter Stellmach