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01. Februar 2012
100 Musher und gut 500 Hunde
Am Wochenende richtet Bernau das Schlittenhunderennen aus.
BERNAU. Aufatmen in Bernau: Das internationale Schlittenhunderennen am kommenden Wochenende kann stattfinden. "Die Wetterprognose ist gut, wir sind gerüstet und freuen uns auf die Veranstaltung", sagt Tourismuschef Werner Baur. Die Gemeinde erwartet etwa 100 teilnehmende Schlittenhundeführer, die sogenannten Musher, die mit gut 500 Hunden nach Bernau reisen.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Winterwaldwoche muss aus persönlichen Gründen des Veranstalters ausfallen. Der Aufbau war bereits in vollem Gange, als die Absage kam. "Wir bedauern das, haben aber auch Verständnis für die Situation", sagt Baur. Doch auch ohne dieses zusätzliche Angebot verspricht das Schlittenhunderennen am 4. und 5. Februar eine ansprechende Veranstaltung zu werden. Baur hofft, dass sich die Zuschauer nicht von der angekündigten Kälte abschrecken lassen. "Vor einigen Jahren hatte es 15 Grad minus, das Interesse war aber trotzdem groß und das Rennen ein riesiges Spektakel." Für die Huskys seinen eisige Temperaturen ideal. Und die frierenden Zuschauer können sich in einem Zelt mit heißen Getränken aufwärmen. Verpflegung gibt es auch an mehreren Schneebars, die der Loipenverein in diesen Tagen aufbaut und am Wochenende betreut. In Betrieb sein wird an beiden Tagen die Snowtubingbahn beim Loipenzentrum in Oberlehen. "Mit dem Eintrittsticket können Gäste sie dreimal gratis nutzen", kündigt Werner Baur an.Werbung
Mit 5000 Zuschauern wäre der Tourismuschef zufrieden. "Wobei man den Erfolg dieser Veranstaltung nicht nur an Besucherzahlen festmachen kann, sondern den Imagegewinn berücksichtigen muss", sagt Baur. Längst hat sich das Thoma-Tal durch diese Veranstaltung zur europäischen Schlittenhunde-Hochburg entwickelt.
Etwa 100 Helfer sind am Samstag und Sonntag im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. "Die gesamte Gemeindeverwaltung ist auf den Beinen", sagt Baur, außerdem freiwillige Helfer und Vereinsmitglieder. Sie engagieren sich beispielsweise als Streckenposten, im Start- und Zielbereich sowie an den Verpflegungsständen.
Die Zuschauer haben die Möglichkeit, im Start- und Zielbereich Hunden und Schlittenhundeführern näher zu kommen, außerdem informieren die Organisatoren das Publikum während des Renngeschehens über die teilnehmenden Hunderassen. Mitmachen können die Besucher allerdings nicht. "Wir staunen immer wieder, wie viele Gäste bei uns anrufen und fragen, ob sie einen Schlitten leihen und beim Rennen mitfahren können", sagt Werner Baur. Viele würden verkennen, dass Schlittenhunderennen Profisport ist, zumal wenn die Deutsche Meisterschaft der Mitteldistanz ausgetragen wird, wie das in Bernau dieses Jahr der Fall ist. Außerdem geht es beim Rennen um die WM- und die EM-Qualifikation in den Kategorien Sprint und Distanz sowie um den Schwarzwaldpokal und den Rothaus-Cup.
In naher Zukunft wollen Todtmoos und Bernau gemeinsam wieder, wie auch schon 2003, eine Weltmeisterschaft ausrichten, verrät Baur. Die Zusammenarbeit beider Gemeinden in Sachen Schlittenhunderennen habe sich bewährt.
Autor: Kathrin Blum


