Die Unternehmungen locken mehr Menschen

fka

Von fka

Di, 21. März 2017

Bernau

Der Schwarzwaldverein Bernau freut sich über die Resonanz auf seine Unternehmungen / Verein zeichnet zwei Mitglieder mit der Ehrenmitgliedschaft aus.

BERNAU (BZ). Ein reges und vielfältiges Vereinsleben im Bernauer Schwarzwaldverein bezeugten die Rechenschaftsberichte in der Hauptversammlung am Samstag. Von steigenden Teilnehmerzahlen bei den 56 Wanderungen berichtete Wanderwart Peter Bauer. Im Durchschnitt beteiligten sich 17 Wanderer an den von 13 Wanderführern geführten Touren.

Ein Kompliment richtete er an Kurt Köpfer mit seinem auf rund 15 Teilnehmer angewachsenen Seniorenteam, das regelmäßig bis zu fünf Kilometer zurücklegte. Die einzelnen Wanderungen rief Joachim Kaiser in seiner ausführlichen Jahreschronik in Erinnerung, in der er zum Beispiel auch an den Helferausflug in den Nationalpark Nordschwarzwald erinnerte.

Der Verein gehe auch neue Wege, sagte Vorsitzender Franz Kaiser – mit dem Förderverein Bernauer Museen arbeite man bei dem Projekt "Zum Museum wandern" zusammen. Nach Möglichkeit wolle man dabei Ausstellungen von ehemaligen Thoma-Preisträgern aufsuchen und dies mit einer Wanderung verknüpfen. Demnächst stehe bei dem Projekt der "24-Stops-Weg" von Tobias Rehberger von der Monet-Ausstellung in Riehen nach Weil am Rhein auf dem Programm.

Außerdem sind in Riegel eine Ausstellung von Joán Miro und die römische Fundstätte eines Mithras-Tempels aufgesucht worden. Wegewart Heinz Schemel dankte in seinem Bericht dem Bauhof für Baggerarbeiten im Oberen Himmelreich am neu eingerichteten Zugangsweg zum Blößling und Siegfried Maier für die Unterstützung bei einer Zusatzbeschilderung am Bernauer Hochtalsteig. Auch die Forstarbeiter Hansjörg Baur und Timo Burgert seien ihm immer eine Hilfe.

Nun steht die Beschilderung des Albsteigs an, der im Juli eingeweiht werden soll – 15 Kilometer führen über Bernauer Gebiet.

Zu den alljährlichen Aufgaben gehöre die Teilnahme an der Aktion "Saubere Landschaft", sagte Naturschutzwart Roland Seichter. Durch das Biosphärengebiet kämen neue Aufgaben auf den Schwarzwaldverein zu. Einen Schwerpunkt bilde nach wie vor der Kampf gegen das Indische Springkraut. Petra Quermann-Weber, seit zehn Jahren Vorreiterin dieser Maßnahmen, gab einen Abriss über ihre Tätigkeit. So habe man Bernau weitgehend springkrautfrei gehalten, doch sei sie auch ehrenamtlich in umliegenden Orten tätig. Man dürfe einfach nicht locker lassen. Ihren Einsatz, den "man nicht hoch genug einschätzen" könne, lobte auch Bürgermeister Rolf Schmidt. Schmidt bedankte sich beim Vorstand für die erbrachte Arbeit, die auch in hohem Maße der Allgemeinheit zugute komme.

Ein Lob hatte er auch für den neuen Wanderplan. Gewisse Probleme sehe er nach der Eröffnung des Albsteigs, was die Übernachtungsmöglichkeiten in Bernau betreffe. Da Wanderer meist nur eine Nacht blieben, benötige man noch mehr Unterkünfte, die sich darauf einstellten.

Helga Günther, Fachwartin für Öffentlichkeitsarbeit, erinnerte an ihre Wanderungen zu den Grenzsteinen der Gemeinde und an ihren Vortrag zu den Kreuzen in Bernau. Ein Buch hierüber sei in Vorbereitung. Auch über Grenzsteine plane sie zusammen mit ihrem Ehemann Hartwig Günther einen Vortrag. Die Suche nach weiteren Kleinoden sei aufwändig, mache aber auch sehr viel Spaß.

In seinem letzten Bericht als Hüttenwart informierte Paul Köpfer über die Vermietungszahlen und die zahlreichen Arbeitseinsätze an der Rot-Kreuz-Hütte. Nach dreißig Jahren gebe er nun sein Amt ab. Seinen Abschied verband er mit einem interessanten Rückblick auf die Entwicklung der Hütte bis heute.

Mit 383 Mitgliedern wurde exakt der Stand der beiden Vorjahre gehalten, informierte Kassenwart Dieter Götz.

Mit der Vereinsführung sind die Mitglieder zufriden – sie bestätigten die Funktionsträger. Neu im Vorstand sind Peter Schlachter als stellvertretender Vorsitzender, Walter Baur als Hüttenwart und Helmut Maier als zweiter Hüttenwart. Leonhard Lais wird zukünftig einer von zwei Kassenprüfer sein. Ihre Vorgänger kandidierten nicht mehr.