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28. September 2015

Ein Jubiläum und viele offene Türen

Mit der Einweihung der neuen Heizzentrale der Firma SWL hat die Bernauer Gewerbeschau am Samstag begonnen.

  1. Mit einer Kutsche konnte man die langen Strecken durch das Gewerbegebiet Weierle in Bernau auch Bewältigen. Foto: Sebastian Barthmes

  2. Auch die Feuerwehr (Foto) und die Bergwacht waren auf der Gewerbeschau vertreten, um sich und die Arbeit zu präsentieren. Foto: Sebastian Barthmes

  3. Vor der mächtigen Holzhackschnitzel in der neuen Lagerhalle im Gewerbegebiet Weierle stellte Berthold Schmidt die Entwicklung des vor 20 Jahren gegründeten Unternehmens SWL vor. Die Besucher konnten am Samstag und auch am Sonntag erleben, wie Holzhackschnitzel für die Wärmegewinnung hergestellt werden. Foto: Ulrike Spiegelhalter/Sebastian Barthmes

  4. Foto: Sebastian Barthmes

BERNAU. Die Gewerbeschau hat am Wochenende viele Manschen in das Gewerbegebiet Weierle gelockt. In viele Produktionshallen konnten die Besucher erleben, wie die vielen Produkte entstehen. Die Einweihung der neuesten Heizungsanlage der Firma "SWL – Wärme aus der Natur", verbunden mit einem Tag der offenen Türe und der Feier zum 20-jährigen bestehen, standen am Samstag im Mittelpunkt.

Weit mehr als hundert Gäste begrüßte Firmeninhaber Berthold Schmidt in der neuen großen nach einer Seite offenen Hackschnitzelhalle. Gekommen waren neben Bürgermeister Rolf Schmidt seine Amtskollegen Stefan Kaiser aus Albbruck sowie aus Frickingen und Herbolzheim, Helmut Bunk (Vorsitzender des Holzenergiefachverbandes von der Klimaschutz- und Energieagentur des Landes Baden-Württemberg aus Stuttgart), Politiker und Partner aus der Region.

Bürgermeister Rolf Schmidt gratulierte nicht nur zum Jubiläum, auch zur Einweihung der neuen großen Heizzentrale im Weierle und erinnerte an den Beginn der Hackschnitzelverwertung in der Gemeinde Bernau in Zusammenarbeit mit Emil Mutterer. Der daraus für die Kommunen entstehende Vorteil seien die Offenhaltungs- und Enthurstungsmaßarbeiten.

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Im Hinblick auf die Planung eines Biosphärengebietes habe Bernau auch dadurch einiges vorzuzeigen mit den Anlagen im Ort und dem Wunsch, dass sich noch mehrere Ortsteile anschließen könnten.

In der Hackschnitzelhalle gab es extra eine weiß getünchte Wand für Bildvorträge. Berthold Schmidt stellte mit Bildern ausführliche das Unternehmen und dessen Entwicklung vor (wir berichteten). Seine Mitarbeiterin Ute Aichele gab auch mit Bildbeispielen Auskünfte über die Anlagen, deren Erstellung, Instandhaltung, über etwaige Reparaturen und Störungen, wie die Asche entsorgt, die Wärmekosten abgerechnet werden, und lüftete scherzhaft das Geheimnis der SWL-Bedeutung: Schmidts wilde Lausbuben.

Ebenfalls seit 20 Jahren gibt es das Unternehmen "Bernauer Energieholz" (wir berichteten). Geschäftsführer Emil Mutterer ging in seinem Bildvortrag auf die Logistik der Holzhackschnitzel ein und spannte den Bogen der Energie aus dem Wald von den Anfängen bis zur modernsten Technik zur Energiegewinnung aus dem Rohstoff Holz.

Wenig Verständnis zeigte er dafür, wenn selbst Kommunen mit großem eigenem Waldbesitz in ihren Planungen für Heizungserneuerungen und Einrichtung von Nahwärmenetzen sich nicht für Energieholzheizungen, sondern für Pellets oder gar Gas- und weiterhin Ölverbrennung entscheiden. Ebenso unverständlich sei ihm, dass der Staatswald sich infolge der FSC-Zertifizierung zurückhalte mit der damit verbundenen Einschränkung der Aushaltung von Energieholz. Berthold Schmidt überreichte ihm als Dank für die gute Zusammenarbeit ein geschnitztes Holzrelief "Bernauer Energieholz – Wärme, die wächst".

Nach einem Rundgang durch die Heizzentrale und einem Mittagsmahl fand die Vorführung mit einem der neuesten Hacker vom Maschinenring Waldshut große Beachtung (wir berichten noch).

Autor: Ulrike Spiegelhalter