Ja zum Mehrfamilienhaus

Ulrike Spiegelhalter

Von Ulrike Spiegelhalter

Fr, 08. Dezember 2017

Bernau

Der Gemeinderat hat keine Einwände gegen das Bauprojekt im Ortsteil Dorf.

BERNAU. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat über einen Bauantrag der "Bruno Kaiser Immobiliengesellschaft mbH" zu beraten und zu beschließen. Der Antrag sieht den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit sechs Wohneinheiten am Dorfmattenweg 7 im Ortsteil Dorf vor. Damit verbunden sind Befreiungsanträge von den Vorschriften des Bebauungsplanes für zwei geringfügige Überbauungen des Baufensters durch etwa 20 und 40 Zentimeter große Dachvorsprünge.

Geplant ist ein Carport mit einem Flachdach, das begrünt werden soll. Das Flachdach passe nicht zu der bestehenden Bebauung, hieß es am Ratstisch, ein Satteldach würde besser aussehen. Den Bauantrag sollte das Gremium so weiterlaufen lassen, sagte Bürgermeister Rolf Schmidt. Das Gremium beschloss dann auch das Einvernehmen der Gemeinde.

In der später folgenden Bürgerfrageviertelstunde wollte dann Georg Wasmer wissen, weshalb der Gemeinderat den Bauantrag der Bruno Kaiser-Immobiliengesellschaft ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten genehmigen konnte, wenn dort im Bebauungsplan zwei Doppelhaushälften vorgesehen sind. Der Bürgermeister erläuterte, dass dieses geplante Haus in das Baufenster passe, den Bauantrag werde das Baurechtsamt aber ohnehin prüfen.

Wie ist der Stand beim Vorhaben, den Pistenbully PB 60 zu ersetzen? Darüber informierte Bürgermeister Rolf Schmidt nun den Gemeinderat, bevor das Gremium weiter über die Angelegenheit diskutierte. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, da das Thema weiterer Beratungen und einer Besichtigung bedarf.

Bei den derzeit guten Schneeverhältnissen könne die große Pistenwalze bei Bedarf an den Beschneiungsanlagen eingesetzt werden, sagte der Bürgermeister und gab bekannt, dass die Lifte am kommenden Wochenende in Betrieb sein werden.

Bekanntgegeben wurde, dass die Straßenbauarbeiten am Schliefeweg bis auf den Abzweig Steingass abgeschlossen sind. An dem noch fertiggestellten Abschnitt werde hoffentlich bald etwas geschehen, sagte Schmidt. Er informierte in der Sitzung darüber, dass für die Breitbandversorgung im Zuge der Schliefewegerneuerung 680 Meter Kabel verlegt worden seien. Das habe die Gemeinde 73 793 Euro gekostet.

Bis zum Thoma-Tag 2018 dauert es noch lange. Die Vorbereitungen laufen aber bereits. Für den Samstagabend sei die Band "Albkracher" aus Dornstadt für eine Gage in Höhe von 5500 Euro vorgeschlagen worden. Schmidt empfahl, den Vertrag mit der Band abzuschließen.

Es sei eine Sauerei Bauschutt nebst Duschkabine und anderen unbrauchbaren Badezimmergegenständen am Kaiserberg abzuladen, sagte Bürgermeister Schmidt. Abgeladen wurde der Unrat noch vor Wintereinbruch im dortigen Gemeindewald im Bereich Umsetzer, direkt am viel begangenen Hochtalsteig. Die Gemeinde habe bereits beim Polizeiposten St. Blasien wegen dieses Umweltvergehens Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Er forderte die Gemeinderäte und Bürger auf, mögliche Hinweise dem Polizeiposten St. Blasien oder der Gemeindeverwaltung zu melden.

Die Bürgerfrageviertelstunde nutzte Georg Wasmer auch, die geplante Panoramahütte am Kaiserberg anzusprechen. Er wollte wissen, weshalb die Gemeinde für ein privates Bauvorhaben notwendige Gutachten bezahlt und wie hoch die Kosten dafür sind. Bürgermeister Rolf Schmidt bestätigte, dass die Gemeinde die Kosten für Gutachten übernehme. Dafür seien Angebote angefordert worden, die Kosten seien noch unbekannt, da noch keine Rechnung vorliege, erläuterte Schmidt.