Steinbruchwasser soll behandelt werden

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Von sub

Fr, 13. Oktober 2017

Bernau

Betreibergesellschaft beantragt wasserrechtliche Erlaubnis für Einleitung in den Wachtweiher.

BERNAU (sub). Zur Einleitung von Oberflächenwasser aus dem Steinbruch Wacht in den Wachtweiher stellte die Valentini GmbH einen Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis. Hierüber hatte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu beraten und einen Beschluss zu fassen.

Nach Angaben des Unternehmens, die es im Antrag gemacht hat, wird das Niederschlagswasser aus Betriebsflächen derzeit in eine Straßenentwässerungsmulde der Landestraße L 149 geleitet und fließt über diese in den Weiher.

Für diese Einleitung wurde bisher keine wasserrechtliche Genehmigung beantragt. Der Oberflächenabfluss der unbefestigten Betriebs- und Verladefläche soll nun mittels Bordsteinen gezielt gefasst und vor der Einleitung ins Gewässer einer Behandlungsanlage zugeleitet werden, die aus einem Geröllfang und einem Sedimentationsbecken besteht. Dieses dann vorbehandelte Oberflächenwasser fließt wie bisher über die bestehende Straßenentwässerungsmulde und einer Querdole unter der Landestraße L 149 durch in den Wachtweiher, heißt es in der Erläuterung.

Bürgermeister Rolf Schmidt bemerkte, dass das Oberflächenwasser nur in gereinigtem Zustand in den Wachtweiher geleitet werden dürfe. Das sei eine Voraussetzung für eine Zustimmung der Gemeinde zur geplanten Steinbrucherweiterung gewesen. Er hoffte, dass durch diese Behandlung die Vergrauung des Wachtweihers wieder beseitigt und sich die Situation verbessern werde. Sollte die Vergrauung des Wassers trotz geklärtem und gereinigtem Oberflächenwasser weiterhin bestehen, müssten neue Untersuchungen stattfinden, er hoffe jedoch auf einen Reinigungserfolg.

Bei einer Gegenstimme stimmten die Mitglieder des Bernauer Gemeinderats dem Antrag der Valentini GmbH auf wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Oberflächenwasser in den Wachtweiher zu.