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08. Februar 2012

Umtriebige Musiker

Anton Schmidt, seit 20 Jahren im Amt, als Vorsitzender des Musikvereins Bernau wiedergewählt.

  1. Ein gemeinsames Vorspiel der Zöglinge beider Bernauer Musikvereine (im Bild die des eigenen Vereins) hat Vereinsvorsitzender Anton Schmidt vorgeschlagen. Foto: Ulrike Spiegelhalter

BERNAU. Anton Schmidt ist seit 20 Jahren Vorsitzender des Musikvereins Bernau. Bei der Hauptversammlung wurde er für zwei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Auch alle weiteren zur Wahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt.

Nicht über das vergangene Vereinsjahr, sondern über 20 Jahre im Amt des Vorsitzenden berichtete Anton Schmidt in seinem Rückblick. Der Musikverein Bernau derzeit 104 Mitglieder hat, nämlich 65 Musikerinnen und Musiker in der aktiven Kapelle, 29 Mitglieder unter 18 Jahren, die in Ausbildung sind oder bereits in der Jugendkapelle spielen, sowie die Ehrenmitglieder.

Im Januar 1992 wurde er als elfter Vorsitzende in der fast 150-jährigen Geschichte des Vereins gewählt. In seine bisherige Amtszeit fällt der Bau des Probelokals am Spitzenberg, in das der Verein 1996 einzog. Auch Konzertreisen organisierte er: Die Musiker fuhren nach Holland, Valencia und Südtirol. Auch beim 50. Hans-Thoma-Tag und bei den Deutschen alpinen Musikantenmeisterschaften im vorigen Jahr waren die Mitglieder des Musikvereins Bernau vertreten.

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20 Jahreskonzerte, ebenso viele Frühlingskonzerte, mehr als 1000 Ansagen in mehreren Sprachen und außerdem 60 Altpapiersammlungen – die Bilanz seiner Amtszeit ist vielfältig. Sein Fazit dieser 20 Jahre: Es sei bei ihm immer das Wohl der Allgemeinheit im Vordergrund gestanden und es sei kein Tag mit dem Musikverein ohne Spaß vergangen.

Als Dank für seinen Einsatz und die diplomatischen Lösungen bei Problemen erhielt er Eintrittskarten für das Militärmusikfestival in Stuttgart.

Ausführlich und abwechslungsreich war auch der Jahresrückblick der Chronistin Carina Ruder: Viele Auftritte habe die Kapelle gemeistert, beispielsweise bei der Messe mit Erzbischof Zollitsch auf dem Herzogenhorn.

Die Probenliste haben Silvia Vlk und Sebastian Link geführt. Danach beträgt der Gesamtdurchschnitt bei Proben und Auftritten 81 Prozent. Das beste Register war im vergangenen Jahr das Schlagzeug mit Bernhard Köpfer, Michael Schmid, Michael Baur und Christopher Neumann. Die vier Musiker erhielten dafür zum zweiten Mal den eigens geschaffenen Wanderpokal. 16 Vereinsmitglieder haben nur bei einem Auftritt und bei zwei Proben gefehlt und bekamen dafür einen Gutschein.

Die Musiker sind fleißige Probenbesucher

Dirigent Rolf Schmidt, seit 33 Jahren musikalischer Leiter, berichtete von schönen Auftritten, einem sehr guten Jahreskonzert mit vielen positiven Rückmeldungen und hoffte, dass es ähnlich weitergehe. Er schlug vor, dass sich die Kapelle mit zwei Probenwochenenden auf das nächste Jahreskonzert vorbereitet. So könnten die Neuzugänge aus der Jugendkapelle besser integriert werden.

Über ihre Tätigkeiten berichteten weiterhin Instrumentenwart Hannes Köpfer, Notenwart Markus Maier, Sachwartin Monita Schweizer, die Probelokalwarte Wolfgang Köper und Benedikt Neumann sowie die Jugendleiterinnen Tanja Albiez -Spiegelhalter und Silvia Vlk. Hans Albiez, seit 20 Jahren Präsident des Musikvereins, leitete die anstehenden Teilwahlen.

Jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden neben dem Vorsitzenden auch Kassierer Ulrich Schmidt (seit 21 Jahren im Amt), Chronistin Carina Ruder, Instrumentenwart Hannes Köpfer, die Probenlistenführer Silvia Vlk und Sebastian Link sowie die acht Beisitzer des Musikvereins.

Statt eines Frühlingskonzertes schlug der Vorsitzende einen Auftritt in Höchenschwand vor. Auch ein gemeinsames Vorspiel der Zöglinge beider Musikvereine in der Vorweihnachtszeit regte er an. Eine Reise zum Musikfest in Bad Waldsee steht im Juli an.

Einstimmig beschlossen wurde eine Regelung zur Probelokalbenutzung für vereinsfremde Personen.

Im Jahr 2014 feiert der Musikverein Bernau sein 150-jähriges Bestehen. Schmidt bat, sich jetzt bereits Gedanken darüber zu machen, ob ein eigenes Fest oder das Jubiläum im Zusammenhang mit dem Thoma- Tag gefeiert werden soll.

Autor: Ulrike Spiegelhalter