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21. September 2010

Immer gut versichert

Spezialisten mit abwechslungsreichen Aufgaben.

  1. Gut sind die Perspektiven für Daniel Kimmig bei der Südvers GmbH in Au, der in Sachen Weiterbildung von der Personalentwicklerin Maren van Oterendorp beraten wird. Foto: mr

Versicherungen? Da rümpfen viele erst einmal die Nase. Schlicht schlecht ist das Image der Branche. Dabei bietet der Beruf der Kaufleute für Versicherungen und Finanzen, wie er ganz offiziell heißt, viele interessante Seiten.

Eine Umfrage der Marktforscher von Toluna im Auftrag der Agentur Faktenkontor im Frühjahr brachte es an den Tag: Versicherungsvertreter ist der bei den Deutschen unbeliebteste Beruf. Grund: Viele denken, dass es zum Beruf dazu gehört, andere übers Ohr zu hauen. Für solche Ergebnis hat Daniel Kimmig nur ein müdes Lächeln übrig. Der 26-Jährige hat vor rund einem Jahr seine Ausbildung beendet – zum Versicherungskaufmann. Beim Industrieversicherungsmakler Südvers GmbH in Au, auch sein Ausbildungsunternehmen, arbeitet Kimmig im Fachbereich Sach- und Ertragsausfall.

Nach dem Abitur 2004 und dem damals noch zehnmonatigen Zivildienst studierte Kimmig zunächst Geschichte. Doch nach dem ersten Semester merkte er, dass ihm das Fach nicht liegt. "Da ich mich immer schon für Wirtschaft interessiert habe und mein Abitur auch am Walter-Eucken-Wirtschaftsgymnasium gemacht hatte, wollte ich doch etwas im kaufmännischen Bereich tun", sagt Kimmig. Augenzwinkernd fügt er hinzu, dass die Versicherungsbranche nicht zwingend die erste Wahl gewesen sei. Doch wie es der Zufall so will: Seine Bewerbung bei Südvers war erfolgreich,und so trat Kimmig im Herbst 2006 seine Ausbildung an.

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Bei der Südvers wird in den vier Fachbereichen Transport, Sach- und Ertragsausfall, Haftpflicht und Kfz-Versicherungen ausgebildet. Frühzeitig spezialisieren sich die Azubis in einem Arbeitsgebiet. "Sollten sie aber merken, dass ihnen ein Sachgebiet nicht so liegt, ist ein Wechsel immer möglich" erklärt Personalentwicklerin Maren van Oterendorp. Allerdings sei die Spezialisierung auch notwendig, da die Arbeitsbereiche sehr komplex sind.

Wobei die Spezialisierung für Kimmig nicht so verstanden werden darf, dass er jetzt die kommenden 40 Jahre immer die gleichen Aufgaben auf den Schreibtisch bekommt. "Als Versicherungsmakler vertreten wir die Anliegen unserer Klienten gegenüber den Versicherungen. Und da die Bedürfnislage jedes Klienten anders ist, müssen stets auch individualisierte Lösungen erarbeitet werden, oftmals auch grenzübergreifend, da viele Unternehmen auch im Ausland tätig sind", erklärt Kimmig. "Zudem bietet die Versicherungsbranche zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden", sagt van Oterendorp. Ob Fachwirt oder Betriebswirt – die Aufstiegschancen sind vielfältig.

Als Personalentwicklerin ist es unter anderem ihre Aufgabe, den Südversmitarbeitern berufliche Perspektiven aufzuzeigen, um das hochqualifizierte Wissen im Unternehmen zu halten. Und auch in Sachen Ausbildung will van Oterendorp für Südvers noch aktiver werden und für die Branche werben. "In diesem Jahr haben wir es leider nicht geschafft, unsere Ausbildungsplätze alle zu besetzen", sagt sie. Für Daniel Kimmig nicht nachzuvollziehen. Denn: "Der Beruf ist topp."

Autor: Michael Sträter