Beste Grauburgunder ausgezeichnet

Benjamin Bohn

Von Benjamin Bohn

Sa, 16. Juni 2012

Breisach

In Breisach wurde am gestrigen Freitagabend in vier Kategorien der Grauburgunderpreis verliehen / 161 Betriebe aus vier Nationen.

BREISACH / KAISERSTUHL. Am Freitagabend wurden die Gewinner des internationalen Grauburgunderpreises 2012 im Badischen Winzerkeller in Breisach bekannt gegeben. Sieger sind das Wein- und Sektgut Destillerie Diehl (Edersheim) sowie die Weingüter Christian Heußler (Rhodt unter Rietburg), Trautwein (Bahlingen) und Ernst Popp (Iphofen). Insgesamt hatten diesmal 161 Betriebe aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien 368 Weine zu dem Weinwettbewerb eingereicht, den die Naturgarten Kaiserstuhl GmbH zusammen mit der Interessengemeinschaft Internationales Grauburgunder-Symposium ausgelobt hatte.

In die Endrunde schafften es 220 Weine, 33 davon können sich in 4 Kategorien zur internationalen Spitze zählen.

In den Räumen des Badischen Weinbauverbandes in Freiburg prüfte die 41-köpfige Jury, bestehend aus Weinsachverständigen, Sommeliers, Kellermeistern und Journalisten, die Grauburgunder und Ruländer sensorisch und bewertete sie nach dem international üblichen 100-Punkte-Schema. Alle Weine, die in der ersten Runde mindestens 80 Punkte erreicht hatten, wurden in einer zweiten Verkostung geprüft. Die besten 10 jeder Kategorie gelangten ins Finale, in dem über die endgültigen Plätze entschieden wurde.

Weinpräsentation bei den Kaiserstuhl-Tuniberg-Tagen

Zur Siegerehrung am Freitagabend im Badischen Winzerkeller in Breisach konnte Ansgar Horsthemke, Geschäftsführer der WG Jechtingen-Amoltern, zahlreiche Gäste und Wettbewerbsteilnehmer begrüßen. Heinz Trogus, Geschäftsführer der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH, überreichte anschließend gemeinsam mit Badens Weinkönigin Natalie Henninger die Preise. Während die jeweils 10 Besten eine Urkunde erhielten, gab es für die Plätze 1 bis 3 jeder Kategorie zudem eine Trophäe. "Der Wein ist die edelste Verkörperung des Geistes", betonte Natalie Henninger in ihrem Grußwort. Gelegenheit dieser Weisheit auf den Grund zu gehen, gab es im Anschluss: Alle Siegerweine konnten im Hans-Jakob-Hof des Winzerkellers verkostet werden.

Der Öffentlichkeit werden die Weine bei den Kaiserstuhl-Tuniberg-Tagen in Merdingen am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Juli, im Bürgersaal präsentiert. Im kommenden Jahr wird die Grauburgunderprämierung erneut im Juni stattfinden. "Nächstes Jahr sind wir in der Burkheimer Schlossruine", kündigte Martin Bercher an, der sich als Sprecher der Kaiserstühler Weingüter für einen gelungenen Wettbewerb bedankte.

Es ist keine Überraschung, dass das für seine Burgunder bekannte Weinanbaugebiet Baden mit 296 Weinen aus 111 Betrieben dominiert. Aber auch aus den anderen deutschen Anbaugebieten gab es mehr Teilnehmer als bisher. Insgesamt beteiligten sich 2012 im Vergleich zum vergangenen Jahr 11 Betriebe mehr und stellten 44 Weine mehr an. "Das zeugt davon, dass der Wettbewerb immer mehr Beachtung findet", sagte Trogus, der den Prüfern und den beteiligten Betrieben dankte.

Die Jury bewertete die Weine in vier Kategorien: In der ersten Kategorie, in der trockene, fruchtige, leichte Weine (bis 12,5 Volumenprozent Alkohol) angestellt wurden, waren mit 107 Grauburgundern des Jahrgangs 2011 zehn Weine weniger vertreten als im vergangenen Jahr. Mit 158 Weinen, die vor allem aus den Jahren 2010 und 2011 stammten, war das Teilnehmerfeld in der zweiten Kategorie am größten. 53 Weine mehr als im Vorjahr wurden angestellt. In Kategorie II wurde der trocken ausgebaute, fruchtbetonte und kräftigere Weintyp (mehr als 12,5 Volumenprozent Alkohol) verkostet.

Auch in der dritten Kategorie, in der Selektions-, Premium- und Grand Cru-Weine angestellt wurden, nahmen fünf Weine mehr als 2011 teil. Damit hatte die Jury in dieser Kategorie 74 edle Tropfen der Jahrgänge 2010 und 2011 zu verkosten. In der 4. Kategorie der edelsüßen und Dessert-Weine wurden 29 Tropfen der Jahrgänge 2002 bis 2011 bewertet.