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07. November 2011

Ein dicker Bauch voll Wasser

Das neue Feuerwehrfahrzeug in Biederbach enthält 4000 Liter Löschwasser und ist damit gut für den Erstangriff gerüstet.

  1. Das neue TLF 20/40 der Freiwilligen Feuerwehr Biederbach. Foto: K. Meier

BIEDERBACH. Vor vier Wochen wurde es in Dienst gestellt, bei der Feuerwehr-Jahreshauptübung einem umfassendem ersten Praxistest unterzogen und für gut befunden und dieser Tage nun in die etwas umformierte Einsatztaktik der Freiwilligen Feuerwehr Biederbach integriert: Das neue Tanklöschfahrzeug mit der Typenbezeichung "TLF 20/40".

Es ist "ein Feuerwehrfahrzeug von der Stange", so Kreisbrandmeister Jörg Berger, aber eben doch eines, das auf die spezifischen Bedürfnisse der Feuerwehr Biederbach zugeschnitten ist. Denn wenn’s brennt in Biederbach, ist von vorneherein erst einmal ein großer Löschwasservorrat notwendig, um die ersten entscheidenden Löschangriffe gezielt vornehmen zu können. Genau 203 Gebäude liegen weiter als 300 Meter von einer Wasserentnahmestelle – Hydrant, Löschwasserteich, öffentlichem Gewässer – entfernt, so Kommandant Bernhard Jägle. Deshalb ist im Brandfall fast immer eine Wasserförderung über weite Strecken notwendig. Das kostet Zeit, weshalb es entscheidend sei, in der Erstphase eines Brandes eine größere Wassermenge zur Verfügung zu haben, so Jägle. Dem wurde mit dem neuen TLF Rechnung getragen: Mit 4000 Litern Löschwasser ist es das größte im Landkreis Emmendingen. Die eingebaute Kreiselpumpe kann bis zu 2000 Litern pro Minute fördern. Das mit Allradantrieb und Automatikgetriebe ausgestattete Fahrzeug verfügt über 290 PS. Aufgrund seiner Ausstattung wird es auch für überörtliche Einsätze – etwa bei Wald- und Flächenbränden – eingesetzt.

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Gekostet hat es insgesamt 210 000 Euro. Davon übernahm das Land über die Fachförderung und einen Zuschuss aus dem Ausgleichsstock den größten Anteil. Die Gemeinde übernimmt 70 000 Euro.

Bewusst wurde auf eine Doppelkabine verzichtet, in der die einsatztaktisch übliche Gruppenbesatzung (acht Mann plus Maschinist) Platz hätten. Statt dessen rückt das Fahrzeug nur mit einem Maschinisten und zwei Atemschutzgeräteträgern aus. Diese können sich schon auf der Fahrt zum Einsatzort mit ihren Geräte ausrüsten. Am Brandort eingetroffen, können sie somit sofort einen ersten Löschangriff vornehmen. "Es sind oft diese entscheidenden zwei Minuten Zeitgewinn, die eines Brandverlauf bestimmen", so Kreisbrandmeister Jörg Berger. Neben der Brandbekämpfung kann das Fahrzeug durch seine Ausstattung mit Motorsäge, Elektroflex, Greifzug, Notstromaggregat und mehr auch für technische Hilfeleistungen eingesetzt werden.

Autor: Kurt Meier