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01. Dezember 2014

Erst Zuschuss, dann bauen

Gemeinderat Biederbach gibt Rathausbauauftrag an Werkgruppe 1 / Arbeiten am Hochbehälter.

  1. So soll das neue Rathaus in Biederbach einmal aussehen. Foto: zvg

BIEDERBACH (mkt). Biederbach bekommt ein neues Rathaus. Geplant wird es von der Werkgruppe 1, dem Architekturbüro von Klaus Wehrle aus Bleibach. Dies entschied der Gemeinderat Biederbach in seiner Sondersitzung einstimmig.

Insgesamt vier Architekturbüros hatten an einer so genannten "Mehrfachbeauftragung" teilgenommen. Ihre Aufgabe war es, Ideen zu einem Rathausneubau im Biederbacher Ortskern zu entwickeln. Der sollte zum einen alle Erfordernisse eines modernen Zweckbaus erfüllen, sich andererseits aber auch ins bestehende Ortsbild einfügen. Die vier Entwürfe wurden vorab von einer Kommission aus Verwaltung, Gemeinderat und dem Städteplaner Volker Rosenstiel aus Freiburg begutachtet. Im November hat die Runde getagt und den Planern Gelegenheit gegeben, ihre Ideen zu erläutern. Die einstimmige Empfehlung an den Gemeinderat lautete, den Entwurf der Werkgruppe 1 aus Bleibach umzusetzen. Vor der Abstimmung im Gemeinderat erhielt Geschäftsführer und Architekt Klaus Wehrle Gelegenheit, den Entwurf vorzustellen. Demnach wird das Gebäude mit zwei Voll- und einem Dachgeschoss in Holzbauweise errichtet. Es bekommt eine hinterlüftete Außenfassade und große Fensterfronten, die dem Gebäude Transparenz und eine lichte Weite verleihen. Der zentrale Eingang liegt an der Stirnseite, zum Gasthaus Hirschen-Dorfmühle hin. Das Foyer enthält ein Treppenhaus und einen Aufzug in die oberen Stockwerke. Im Erdgeschoss wird die Volksbank mit einer Filiale einziehen. Sie tritt nicht als Mit-Bauherr in Erscheinung, sondern als Mieter. Im ersten Obergeschoss wird die Gemeindeverwaltung mit Büros und Besprechungszimmer einziehen. Das Dachgeschoss wird den Ratssaal, eine Teeküche und Sanitäranlagen aufnehmen. Eine Kostenaussage könne er noch nicht machen, so Wehrle auf Nachfrage aus dem Gemeinderat. Mitte Januar sei man soweit. Auf dieser Grundlage wird dann auch ein Antrag auf Gelder aus dem Ausgleichsstock des Landes gestellt, erläuterte Bürgermeister Josef Ruf das weitere Vorgehen. Erst wenn der Zuschuss genehmigt ist, ginge es an die Realisierung des Vorhabens. "Das kann noch 2015 sein, vielleicht aber auch später", so Ruf. Ebenso einstimmig, wie die Auftragsvergabe an die Werkgruppe 1 folgte der Gemeinderat auch der Empfehlung, eine Baukommission einzurichten. Der gehören die Gemeinderäte Claudia Wernet, Jürgen Allgaier und Thomas Schultheis, Bürgermeister Ruf und Hauptamtsleiter Mathis an.

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Für den Neubau des Trinkwasserhochbehälters Selbig mussten noch zwei Gewerke vergeben werden. Einstimmig billigte der Gemeinderat den Vorschlag der Verwaltung, die Lieferung und Installation der erforderlichen elektronischen Anlagen der Firma PM-Technik in Vörstetten zum Angebotspreis von rund 17 500 Euro zu übertragen.

Autor: mkt