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31. Dezember 2011
GANZ NEBENBEI: Mondflug bitte
2011: 50 Jahre zuvor, also 1961, war der Russe Juri Gagarin als erster Mensch im Weltraum. Etwa 100 Jahre oder etwa mehr zuvor, also 1911 und früher, da konnten sich viele Menschen nicht einmal vorstellen, dass man irgendwann mal in ein Flugzeug steigen könnte – so selbstverständlich wie damals in eine Pferdekutsche oder auch bereits in einen Zug. "Es heißt, d’Mensche könnte jetz’ fliege wie d’Vögel" erinnerte sich eine inzwischen schon lange verstorbene Elztälerin an ihr riesiges Erstaunen in ihren Kinderjahren vor gut 100 Jahren über diese unglaubliche Nachricht. Heute ist Fliegen für viele alltäglich. Ein großer Wunsch allerdings bleibt heute wie damals: Jeder kennt jemanden, den er liebend gerne mal auf den Mond schießen würde. Mal schauen, was der Fortschritt noch alles bringt.
Für Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz, Ärzte und so weiter ist die Neujahrsnacht nicht immer nur Anlass zur Freude. Zu viel Alkohol in Verbindung mit leichtsinnigem Umgang mit Silvesterknallern führten schon häufig zu Verletzungen oder "Feuer unterm Dach". Ab diesem Jahr darf die Sprengstoffmenge höher sein, da es die EU so will (wer hat da eigentlich einen Knall?) Weit gefährlicher sind aber "illegale" Kracher, die irgendwo weit, weit im Osten produziert werden. Berlins Landesbrandmeister, also der oberste Feuerwehrmann der Hauptstadt, meinte dazu im Fernsehen: "Finger weg, sonst Finger weg!" Wir wünschen allen Elztälern jedenfalls ein ungetrübtes und unfallfreies Vergnügen. Es hat ja auch was Schönes, wenn Groß und Klein einfach mal klepfen (knallen) und zinserle (zündeln) dürfen, wenn es bätscht (kracht), pfiist (zischt) und hinterher, wenn alles abgebrannt ist, noch ganz schön brisslet (verbrannt riecht) und zur Feier des Jahreswechsels auch mancher alte Klepfer gern ein bisschen gluggeret. Ob das der Berliner Landesbrandmeister alles verstehen würde?
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So, die Stunden verrinnen, dann können wir 2011 einlochen. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern, Pressemenschen von Vereinen, Institutionen und Firmen für die "Fütterung" mit Berichten und natürlich bei allen Lesern – fürs Lesen, aber auch für Beifall, Pfiffe und Hinweise. Und wünschen ihnen allen für 2012 Gutes! Nur ganz nebenbei kramen wir hier den Vierzeiler heraus, den vor anno 1870, ein Elzacher Nachtwächter vor dem Haus des damaligen Bürgermeisters gesungen hat:
Hunderttausend Millione
Schlangeköpf und Skorpione,
Flöh und Liiis und Niss im Hoor
wünsch ich Dir zuem Neue Johr!
Neeein, das wünschen wir natürlich nicht! Wir wünschen was Schönes. Was nehmen wir ? Goethe. Gut? Also: Ein Goethe-Gedicht. Gilt für 2012:
Ein neues Jahr
hat neue Pflichten.
Ein neuer Morgen
ruft zur frischen Tat.
Stets wünsche ich
ein fröhliches Verrichten.
Und Mut zur Kraft
zur Arbeit früh und spat.
Ganz gut gereimt, gell ? Goethe halt... Genau, genau!
Autor: Bernd Fackler
