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15. September 2011

Sieben Fächer kooperieren

Spemann-Graduiertenschule.

Eine Dissertation anzufertigen, ist meist eine einsame Arbeit. Doch an Graduiertenschulen erfolgt die Promotion im Austausch mit zumeist Fachkollegen, verbunden mit gemeinsamen Ausbildungsangeboten etwa in Präsentations- oder Schreibtechniken. An der Spemann-Graduiertenschule für Biologie und Medizin, die der Universität Freiburg in der ersten Exzellenzrunde 2006 zugesprochen wurde, ist das Programm noch vielfältiger. Denn hier arbeiten sieben Fachdisziplinen zusammen: Proteinforschung, Synthetische Biologie und Signalprozesse, Entwicklungsbiologie, Neurowissenschaften, Immunologie und Virologie, Molekularmedizin und molekulare Pflanzenbiologie. Die Dissertationen handeln zwar meist in einem dieser Gebiete, doch die permanent 70 Doktoranden werden auch in die anderen Fächer eingeführt, so dass sie ein breites Wissen erwerben und neben dem Doktor in Medizin auch den in Naturwissenschaften (Dr. rer. nat) machen können – gemäß dem multidisziplinären Anspruch der Graduiertenschule unter Leitung des Biologen Christoph Borner. Die bisher 16 Absolventen sind alle in Hochschulen und Industrie untergekommen, und der Andrang zur Graduiertenschule ist unvermindert groß: Von 600 Bewerbungen blieben in jedem Auswahlverfahren zehn übrig, die als neue Doktoranden angenommen werden.

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Der neue Antrag zur Exzellenzinitiative schreibt die bisherige Strategie fort. Wie Borner sagt, soll das Programm für naturwissenschaftliche Promotionen ausgebaut werden. Vor allem aber will er die Zusammenarbeit mit der Industrie verstärken, die sich in den vergangenen fünf Jahren mit ihrem Engagement sehr zurückgehalten hat.

Autor: amp