Damit Integration gelingt

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Fr, 18. Januar 2019

Binzen

Zukunftswerkstatt des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal startet am 28. Januar.

VORDERES KANDERTAL. Mit einer Zukunftswerkstatt will der Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal (GVV) Bürgerinnen und Bürger dazu einladen, gemeinsam eine Strategie zur Integration zu entwickeln. Dieses Projekt wird vom Landesministerium für Soziales gefördert. Geplant sind in diesem Jahr vier Termine, der erste findet am Montag, 28. Januar in Binzen statt.

In den Verbandsgemeinden Binzen, Fischingen, Eimeldingen, Wittlingen, Rümmingen, Schallbach und Wittlingen sind derzeit 140 Flüchtlinge untergebracht. Laut Dominik Kiesewetter, Hauptamtsleiter des GVV, ist mit der Unterbringung der Flüchtlinge die erste Herausforderung gemeistert. Deshalb gerate nun die zweite Herausforderung in den Blick. Diese lautet Kiesewetter zufolge: "Wie können wir Menschen anderer Herkunft in das Gemeindeleben integrieren?"

Der GVV hatte sich deshalb für ein Förderprogramm des Landesministeriums für Soziales und Integration beworben – und wurde unter 38 Bewerbern für einen der 23 Plätze ausgewählt. Im Landkreis Lörrach ist Kiesewetter zufolge nur der Kreis selbst unter den Auserwählten. Die Förderung besteht aus einer Prozessbegleitung durch zwei Experten, Thomas Uhlendahl und Marina Leibfried. Diese moderieren den Bürgerbeteiligungsprozess und helfen dabei, diesen zu steuern. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat der Binzener Bürgermeister Andreas Schneucker, Kiesewetter ist für die Koordinierung zuständig.

Bei der Auftaktveranstaltung am Montag, 28. Januar, soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Verbandsgemeinden erarbeitet werden, wo man in puncto Integration steht, wo man hin will und was getan werden muss, damit Integration gelingt. Ein Begleitgremium, in dem auch Flüchtlinge vertreten sind, hat dafür bereits acht Themenfelder erarbeitet – darunter etwa Wohnen, Bildung, Arbeit und Sprache. Darüber will man sich zunächst austauschen und hofft auf rege Beteiligung aus allen gesellschaftlichen Bereichen.

Jeweils vier der Themenfelder sollen dann in zwei Workshops vertieft werden, am 25. März und am 10. Mai. Für Anfang November ist eine Abschlussveranstaltung geplant. Für den Auftakt am 28. Januar sind satte vier Stunden eingeplant. Dominik Kiesewetter verspricht aber: "Es wird sehr kurzweilig". Geplant sei keine "Frontalveranstaltung", sondern vor allem Austausch und Arbeit in kleinen Gruppen, immer wieder werde es kleine, lockernde Elemente geben. Die Musikerin Christine Braun werde einen musikalischen Beitrag beisteuern, auch für Verpflegung und Getränke sei gesorgt.

Der Auftakt findet am Montag, 28. Januar von 17 bis 21 Uhr in der Binzener Gemeindehalle statt, Schulstraße 7.