Edeka fördert Amphibienprojekt

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 10. Oktober 2018

Binzen

Nabu-Kreisgruppe erhält für Naturschutzarbeit 5000 Euro / Hieber übernimmt Schirmherrschaft.

BINZEN (hf). "Das Amphibienprojekt der Kreisgruppe Lörrach des Naturschutzbundes (Nabu) ist eine vorbildliche Initiative", sagte am Montag Manager Walter Bühler von Nature Life, einer internationalen Naturschutzstiftung. Kein Wunder also, dass Edeka Südwest die im Wesentlichen auf Binzener Gemarkung ablaufende Schaffung von Lebensräumen für bedrohte Krötenarten mit 5000 Euro fördert. Mit dem Scheck an die Verantwortlichen des Nabu überreichte Michaela Meyer, die Nachhaltigkeitsbeauftragte des Edeka-Konzerns, auch eine Urkunde an Dieter Hieber, dessen Lebensmittelmarktkette die Schirmherrschaft des Projektes übernommen hat und der auch Gastgeber der Scheckübergabe war.

2014 habe Edeka eine Nachhaltigkeitsabteilung gegründet mit dem Ziel, Naturschutzinitiativen im Südwesten zu fördern. "Dabei wollen wir nicht Kopforganisationen unterstützen, sondern Ehrenamtliche an der Basis", schilderte Meyer. Unter anderem tragen die Erlöse aus dem Verkauf von Kräutertöpfen der Edeka-Regionalmarke "Unsere Heimat", die es natürlich auch bei Hieber gibt, zur Finanzierung bei. Edeka hat im Südwesten der Republik bereits 94 Projekte mit insgesamt rund 250 000 Euro unterstützt.

Auch der Nabu hatte sich bei Edeka um Fördergelder beworben – und wurde nun mit der höchstmöglichen Summe bedacht. Denn das Amphibienprojekt des Nabu in Binzen verbinde nicht nur professionellen Sachverstand mit Laienengagement, sondern es sichere auch die für ein funktionierendes Ökosystem so wichtige Artenvielfalt, betonte Walter Bühler.

Projektleiter Stefan Kaiser gab Einblick: Auf Initiative von Franz Preiss, unermüdlicher Motor der Naturschutzarbeit vor Ort, habe man vor einigen Jahren mit Erfolg Laichgewässer für die Kreuzkröte angelegt. Gleiches versuche man nun mit Blick auf die extrem selten gewordene Geburtshelferkröte, von der es in Binzen noch Exemplare gebe. Da diese ihre Eier an Land ablegen und bis zum Schlüpfen Brutpflege betreiben (daher der Name), müsse man auch passende Bedingungen am Ufer des "Lebensraumgewässers" schaffen. Mit den 5000 Euro von Edeka wolle man nun ein weiteres derartiges Refugium anlegen, um ein Netz zu schaffen, so Kaiser.

Bürgermeister Andreas Schneucker betonte, dass auch die Gemeinde die Aktivitäten des Nabu weiter unterstützen werde, etwa durch Ankauf und Weiterverpachtung geeigneter Flächen. Denn: "In einer boomenden Zuzugsregion wie dem Kandertal ist der Schutz ökologischer Nischen besonders wichtig", sagte er.