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13. Juni 2016

Etwas andere Route, aber viel Genuss

Rund 800 Teilnehmer ließen sich die Rebkultur trotz des Wetters nicht entgehen und genossen Spaziergang, Wein und manche Leckerei.

  1. Die Freunde der Rebkultour trotzten der Nässe. Unterwegs gab es immer wieder Leckeres zur Stärkung. Foto: Sedlak

  2. Foto: Norbert Sedlak

BINZEN. Trotz der Wetterkapriolen der vergangenen Tage herrschte am Sonntag bei den rund 800 Teilnehmern der neunten Rebkultour durch die paradiesisch anmutende Landschaft rund um Binzen mit seinen herrlichen Weinbergen, Obstbaumwiesen und Feldern gute Stimmung. Nur mussten kurzfristig die knapp sieben Kilometer lange Wanderstrecke verändert und zwei Stationen verlegt werden, damit die Wanderfreunde mehr oder weniger trockenen Fußes vorankamen.

Nach dem starken Regen in der Nacht sowie in den vergangenen Tagen hatte Petrus aber offenbar ein Einsehen und signalisierte den Organisatoren sowie den Teilnehmern Schadensbegrenzung. Lediglich die erste Gruppe marschierte noch im Nieselregen los. Stefan Schweigler, Sprecher der Organisatoren, freute sich bei der Begrüßung, dass Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, Lörrachs OB Jörg Lutz, Weils Bürgermeister Christoph Huber, Binzens Bürgermeister Andreas Schneucker und seinen Vorgänger Uli May sowie fast der vollzählige Gemeinderat an der schon traditionellen Veranstaltung teilnahmen.

Es habe jetzt genug geregnet, meinte Schweigler. Offenbar komme, was im vergangenen Jahr von Juli bis Dezember gefehlt habe, jetzt herunter. Die Beschaffenheit des Bodens sei mittlerweile so, dass er nicht mehr bearbeitet werden könne und auch mit Maschinen nicht mehr befahrbar sei. Schweigler überreichte dem Schirmherrn der Veranstaltung Bürgermeister Schneucker einen großen Sonnen- und einen Regenschirm mit der Aufschrift "Badischer Wein".

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Schweigler dankte allen Helfern, besonders aber der Freiwilligen Feuerwehr Binzen, die sich bei der neuen Routenplanung in Zeug legen musste und sogar Paletten auslegten, damit die Wanderer die größeren Wasserlachen überqueren konnten. Bereits beim Sektempfang mit den Winzersekten Nobling und Pinot Rosé hellten sich die Mienen der Gäste auf, die Stimmung wurde lockerer und der Himmel riss auf und sogar die Sonne zeigte sich. Beschwingt machten sich die Genuss-Wanderer auf die Strecke. In sieben Gruppen wurde die wunderschöne Landschaft in etwa drei bis vier Stunden durchwandert und die herrliche Aussicht auf die Basler Bucht, die Vogesen und das Rebland genossen.

Für die kulinarischen Freuden hatten sich die Wirte des "Schwanen", der TuS-Sportgaststätte, der "Mühle" und des "Ochsen" eine Menge leiblicher Wohltaten einfallen lassen: Sülze vom Markgräfler Schüfeli auf Blattsalat mit einer Vinaigrette, eine würzige Kohlrabicremesuppe, eine Wildlachsterrine auf Frühlingsgemüse oder eine gerollte Poularde mit Mozzarella, Tomaten-Rosmarin-Polenta und Spätburgunder-Jus. Zum Abschluss bereitete alle zusammen einen Nachtisch aus Quarkmousse, Rhabarbergelee, Erdbeercoulis und Vanilleeis zu. Die Weingüter Frick, Krebs, Schweigler und Aenis kredenzten dazu die passenden Weine Gutedel, Johanniter, Spätburgunder, Chasselas, Blanc de Noirs, Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Mit Elisabeth Veith vom Weiler Kesselhaus war diesmal eine Künstlerin mit ihren Werken anzutreffen. "Jeder kann beim Betrachten etwas anderes entdecken und erkennen."

Etwa 100 Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um die Teilnehmer so richtig zu verwöhnen. Entsprechend war das Urteil: "Das Essen war vorzüglich, die diversen Rebensäfte mundeten und die Strecke war trotz des regnerischen Wetters gut gewählt und ausgeschildert." "Ein rundum gelungenes Fest", bekamen die Organisatoren der Rebkultour mehrfach von den Gästen zu hören. Mit stimmungsvoller Unterhaltungsmusik der Band "House of Music" klang die Veranstaltung gegen den späten Abend aus.

Autor: Norbert Sedlak