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16. Juli 2012

"Nach der Schule ist mitten im Leben"

Rektor Vollmer, Klassenlehrer und Bürgermeister Ulrich May gaben den 28 Werkrealschülern gute Ratschläge mit auf den Weg.

  1. Für besondere Leistungen ehrten in Binzen Rektor Hanspeter Vollmer und die Lehrer Nadine Schwander (von links) und Johannes-Georg Nesselbosch (rechts) die Abschlussschüler Katharina Wiesler, Ricky Weiß, Riccardo Nibali, Clemens Tetzlaff, Göknur Önal, Tabea Weiermann und Lisa Pacher. Ines Bode Foto: Ines Bode

BINZEN. "Heute ist ein Glückstag", befand Bürgermeister Ulrich May an der Entlassfeier der Werkrealschüler, die auf Freitag, den 13., fiel, um anzufügen, dass es immer auf die Einstellung ankomme. Ein herzliches "Macht’s gut" sandte Rektor Hanspeter Vollmer den 28 Schülern, bevor diese ihre Zeugnisse erhielten.

Die Abschiedsfeier gelte in diesem Jahr einem auffallend ruhigen Jahrgang, meinte Rektor Vollmer. Johannes-Georg Nesselbosch, Klassenlehrer der Zehntklässler, sprach von dem guten Geist, der in seiner Klasse herrschte, und seine Kollegin Nadine Schwander wurde zum Abschied von jedem Mädchen ihrer 9. Klasse umarmt. Die beiden Lehrer hatten mit dem Kollegium und nicht zuletzt mit der Motivation der Schüler zum erfolgreichen Abschluss beigetragen.

Rektor Vollmer führte den Schülern vor Augen, dass "die Zeit auf dem Verkehrsübungsplatz nun vorbei" sei. Im richtigen Leben treffe man auf Gegenverkehr, Falschabbiegern und Dränglern. "Fahrt vorsichtig und auf Sichtweite", empfahl er und riet, vor allem den gesunden Menschenverstand zu benutzen. Davon, dass Neues spannend sei und sich jetzt Neugier auf das Kommende einstelle, sprach Clemens Tschöpe vom Elternbeirat.

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Umrankt wurden die Wortbeiträge von musikalischen Einlagen und Vorführungen der Abschlussschüler. Klavierstücke boten Jennifer Fink und Katharina Wiesler, Rhönradkünste zeigten Sevkan Atila, Lisa Pacher, Clemens Tetzlaff, Maximilian Hess, Natthareeya Worajak und Tabea Weiermann. Kostümreich und schwungvoll kam der Partytanz "Time Warp" aus "The Rocky Horror Picture Show" daher, einstudiert als Gemeinschaftsdarbietung. Zusammen sangen auch alle Schüler im Schlusschor "Tage wie dieser".

Ein besonderes Schmankerl stellte die pantomimische Lichtshow mehrerer Akteure dar. Gab es für jede Darbietung Applaus, war der Aufführung von "Dinner for one" aber eine Extraportion zugedacht. Tamara Braun moderierte den Klassiker und Tabea Weiermann schlüpfte in die Rolle der spinnerten Miss Sophie. Getragen wurde der Einakter von Felix Schmidt, der mit der Rolle des Butlers James eine Glanzleistung zeigte. Ihm wie seinen Mitstreitern – darunter der unter dem Teppich Ausharrende – galt der Beifall.

Eingefunden hatten sich unter anderem Eltern und Angehörige der Schüler sowie Lehrer, Bürgermeister und Repräsentanten der Gemeinden Wittlingen, Schallbach und Rümmingen. Durch die Veranstaltung führten Katharina Wiesler und Riccardo Nibali. Für die Bewirtung sorgten die Achtklässler, die der Halle auch ein gruseliges Dekor verliehen hatten.

Auf die durchweg strahlenden Gesichter der Abschlussschüler hatte Ulrich May verwiesen, der im Namen des Schulträgers, der Gemeinde, erklärte, "nach der Schule ist mitten im Leben". Ferner hob er das fast 30-jährige Engagement von Schulleiter Hanspeter Vollmer hervor, dem zwei Dinge fremd seien: Hitzefrei und Aberglaube. Ausblickend sagte Rektor Vollmer, dass für den nächsten Jahrgang 52 Anmeldungen vorlägen – der letzte sei mit 28 Schülern ungewöhnlich klein gewesen.

Autor: Ines Bode