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23. November 2009
Schwungvolle Hits, charmant und bunt dargeboten
Der Frauenchor Binzen bot zusammen mit dem Gesangverein Nollingen gute Unterhaltung – auch ein Dudelsackspieler zog ein
BINZEN (inbo). "Manche denken, wir singen nur alte Lieder", sagte die Vorsitzende des Frauenchors Binzen, Dorothea Häsler, am Rande eines überaus heiter-turbulent verlaufenden Konzerts am Samstagabend. Und mitnichten sind die Auftritte trockener Natur, wie die jüngste Veranstaltung wieder einmal bewies – das Repertoire umfasste einen schwungvollen Reigen von Hits und musikalischen Bestsellern.
Versprochen war überdies ein Abend, der "ein bizzeli anders, ein bizzeli spannender" verlaufen sollte. Verstärkt wird seit einem Jahr die Gemeinschaftsarbeit mit dem Gesangverein "Harmonie" Nollingens umgesetzt, wovon Akteure wie Publikum profitieren. Beide Formationen stehen unter dem Dirigat von Andrea Wiedemann. Die starke Besetzung gestattete dann vielerlei Möglichkeiten, das Konzert bunter, abwechslungsreicher und angefüllter zu gestalten.
Die weiblichen und männlichen Stimmenfraktionen traten separat und vereint auf. Es gab Titel mit Solisten, die gesprochene oder gesungene Passagen aufwiesen. Von den Moderatorinnen Elke und Nordica kamen informativ-kurzweilige Worte zu jedem Titel. Viele Liedinhalte wurden optisch untermalt. So trug Harmonie-Vorstand Rudi Hauger beim "Song of Jamaica" eine bunte Papiermanschette um den Hals. Einer der Höhepunkte war der Einmarsch eines Dudelsackspielers mit Trommelbegleitung – in echt schottischer Montur versteht sich. Eigens aus Todtnauberg kamen Jonas und Dirk nach Binzen, die den Paul-McCartney-Hit "Mull of Kintyre" begleiteten. Zu begeistern verstand auch der 13-jährige Michael. Mit heller Kinderstimme interpretierte er "Let it be" und den Welthit "Bridge over troubled water". Beifallsalven gab es vom Publikum immer wieder und reichlich.
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Die Zuhörer hatten mehrfach die Gelegenheit zum Mitsingen. Bei Ohrwürmern wie der von Wencke Myhre "Er steht im Tor" ließ sich auch der Letzte im Saale mitreißen. Ähnlich entzückt zeigte sich das Publikum schon bei den ersten Titeln. Bestens gefielen Udo-Jürgens-Schlager wie "Ich war noch niemals in New York", solistisch glänzte dabei der Männerchor-Dirigent Eckard Garb. Nicht weniger beeindruckend waren die Beiträge der Herren. Sie sorgten mit respektvollen Versionen für hohe Aufmerksamkeit bei den Gästen, die andächtig den Tönen bei "One way wind" und "Goodbye, my love, goodbye" lauschten. Sämtliche Lieder wurden von der Henry-Uebel-Band gestützt, gestärkt und umrahmt, dies in durchweg hervorragender Weise.
Während nun die Binzener Frauen die Bühne besetzten, tat der Männergesangverein Binzen in der Küche Dienst. Alles in allem war ein gelungener Abend geboten, der vor der Türe die Bäume leicht rauschen ließ und drinnen vornehmlich fröhliche Klänge versprühte.
Autor: inbo


