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06. Februar 2012

Uli-May-Airport samt Schifffahrt bis Holland

Die Binzemer "Thonnerknaben"-Narren brillieren bei ihrem Zunftabend in der voll besetzten Halle und widmen ihrem Bürgermeister das Badnerlied.

  1. Bei der „Landfrauengymnastik": Margrit Krebs und Harald Ohm. Foto: Silvia Sedlak

  2. Beim Fliegertanz bewies der Zunftrat Eleganz. Foto: norbert Sedlak

  3. „In Binzen sind die Narren los“ gab’s als Zugabe (linkes Bild). Das „Haha Duo“ im rechten Bild mit Harald Ohm (links) und Hans Krebs (rechts) gab das „Binzemer Lied“ zum Besten. Foto: Norbert Sedlak

BINZEN. Mit einem närrischen Programm, das mit Höhepunkten nur so gespickt war, bot die Narrenzunft der Binzemer "Thonnerknaben" mit ihren Cliquen "Häx’ vo Binze", "Schdrauchöpf" und der "Chirsi-Gligge" wieder beste Unterhaltung beim Zunftabend in der voll besetzten Gemeindehalle.

"Kompliment – ein richtig guter Zunftabend mit pfiffigen Ideen. Eine runde Sache", strahlte denn auch Bürgermeister Ulrich May.

Der rote Faden wurde im Rathaus gestrickt, ganz gemäß dem Motto "Ä Binzemer sotsch halt si!". Der wohlschmeckende Kaffee mundete dem Bürgermeister (Harald Ohm) besonders gut, während sein Mitarbeiter (Hans Krebs) lieber bei einem Viertele flotte Trinksprüche zum Besten gab. Der lebenslustigen Sekretärin (Margrit Krebs) entging nichts. Bereitwillig gab sie die "Anekdötle" an den Bürgermeister weiter und wollte ihm auch die Landfrauengymnastik näher bringen. Während sich die beiden Putzfrauen (Nadine Andres und Simone Sachs) um die große Finanzwelt sorgten, weil ja alle nur unser Geld wollten, bekamen die Eimeldinger auch ihr Fett weg: Dort stehen die Lärmschutzwände verkehrt herum, damit die Reisenden den Krach im Rathaus nicht so mitbekommen.

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"Zukunftsberater" (Dietmar Weiss) plante für die Gemeinde Großes – einen "Uli-May-Airport" sowie die Ausbaggerung der Kander auf der die großen Frachter Direktanschluss nach Rotterdam haben. Den Unterschied zwischen polnischen Arbeitern und deutscher Handwerkskunst machte er am Beispiel deutlich: Während die Polen für 200 Euro das ganze Haus sanieren, redet der Einheimische nur über seine Krankheit und klagt über die hohen Steuern und Abgaben.

Zunftabend-Höhepunkte sind stets die Gesangsauftritte des Duos "Annessa" – alias Vanessa Bronner und Anna Krebs. Mit ihren närrischen Hits, die alle aus der Feder von Oberzunftmeister Bernd Netzlaff stammen, begeisterten die beiden einmal mehr. Und damit das Publikum auch kräftig mitsingen kann, läuft einfach der Text an der Leinwand mit.

Viel Applaus gab es beim Einmarsch des Kult-Gespanns "Dumm und Dabig". Schon die Mimik der beiden Geschwister Kathrin und Hans Probst wirkt ansteckend. Mit ihren deftigen und witzigen "Alltagsgeschichtle", Sprüchen und Kalauern sorgten sie für Frohsinn pur.

Sorgen um den Nachwuchs muss man sich bei der Narrenzunft nicht machen, der "Narresome" Andrea Bronner und Iris Itzin trumpfte in der Kinderbütt mächtig über Eltern, Lehrer und die Schule auf. Die TuS Binzen-Girls unter Leitung von Kati Fuchs erfreuten die Herzen mit zwei flotten Tänzen, auch der gemeinsame Senioren- und Teenagertanz der Cliquen kam beim Publikum bestens an. Statt sich sportlich zu betätigen, vertrieben sich die fülligeren Herren (Uwe Kammerer und Frank Bartow) lieber die Zeit beim "Markt(grafen)bier". Der Zunftrat zeigte beim Fliegertanz Eleganz.

Beim Betriebsausflug regte sich der bauernschlaue Busfahrer (Bernd Netzlaff) über alles auf – auch die goldenen Gullydeckel der Gemeinde waren ihm ein Dorn im Auge: "Für so ne "Schissdreck" hän si Geld".

Beim "Binzemer Badnerlied" "Das schönste Dorf im Kandertal" – eine Hymne für Bürgermeister May – sang das Publikum kräftig mit. Da war die Zugabe schon Pflicht. Für den Abschluss sorgte die Tanzband "Amedeus" mit Schunkelrunden und flotter Musik.

Autor: Norbert Sedlak