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26. Juni 2012

"Bislang viel zu wenig gezahlt"

Gema verteidigt neue Tarife – die Clubs schlagen Alarm.

Die Gema findet ihre Tarife ab Januar 2012 zur Musiknutzung fair – aber die Clubs schlagen Alarm und wollen nun auch demonstrieren. Von einem "Diskothekensterben" und Mehrkosten von 600 bis 1200 Prozent ist die Rede. Die Musikrechte-Verwertungsgesellschaft wollte am Montag in Berlin dagegen einiges klarstellen und wiederholte: Man plant einheitliche Gebühren. Statt elf soll es nur noch zwei Tarife geben: einen Mindestsatz für Veranstaltungen mit zwei Euro Eintritt oder weniger und eine Gebühr von einheitlich zehn Prozent der Eintrittsgelder für alle anderen.

Das sei ein angemessener Satz für die Urheber, sagte Gema-Bezirksdirektor Lorenz Schmid bei einer Pressekonferenz. Zu Klagen der Clubs über drastische Mehrkosten sagte er: "Ich sehe es so, dass sie bislang viel zu wenig gezahlt haben." Etliche kleine und mittlere Veranstalter würden von der Reform entlastet, größere mit mehr Fläche und höherem Eintritt hingegen mehr belaste. Von einer Million Einzelveranstaltungen zahlten 60 Prozent künftig weniger. Die 500 000 regelmäßigen Veranstaltungen würden hingegen verstärkt zur Kasse gebeten.

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Laut Gema läuft derzeit ein Schiedsverfahren zur Prüfung der Tarife beim Deutschen Patent- und Markenamt.

Autor: dpa


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