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04. November 2008

Blues auf schweizer Art

"Ignition" spielte in Wehr

  1. „Ignition“ spielte in der Schlosserei in Wehr. Foto: kerckhoff

WEHR (kf). "Mundart-Blues vom fiinschte", versprach die Band "Ignition" ihren Gästen am Samstag in der "Schlosserei" in Wehr. Wenn Musiker aus Bern den Blues entdecken, dann wollen sie sich auch dem Rest der Welt mitteilen, egal ob der ihren Dialekt nun versteht oder nicht. Trotzdem funktionierte die Zündung (Ignition) einwandfrei und der Dreizylinder lief richtig rund. Dan (Schlagzeug), Ben (Gitarre/Gesang) und Sim (Bass) heißen die Jungs von Ignition – soweit ist alles noch gut zu verstehen. Bei ihren Texten ist das schon schwieriger. Auch, wenn man glaubt, mit der schweizer Mundart gut zurecht zu kommen. Der Berner Dialekt ist vom Baslerdütsch etwa so weit weg wie das Alemannische vom Schwäbischen. Die Texte der Band sind lustig, nachdenklich, melancholisch – das ist der Blues. Ihre Geschichten handeln von überzogenen Konten, von Dingen, die man nicht tut, von Reisen in Dritte-Welt-Länder, Märchen, die keinen Sinn machen, Beziehungen und Freunden. Sänger Ben philosophiert darüber, was denn noch Bestand hat auf dieser Welt, wenn sogar die größte Schweizer Bank, USB, in Schwierigkeiten gerät. Vielleicht ist der Song "Ds lätschti Hemmli" die Antwort auf diese Frage. Denn auch in der Schweiz hat das letzte Hemd keine Taschen. "Wenn ich morgen von dieser Erde gehe, möchte ich noch ein bisschen Liebe zurücklassen", heißt es in einem anderen Song. Es waren wenige Gäste in die Schlosserei gekommen. Dennoch war es eine richtig gute Konzertatmosphäre in der Musikkneipe. Und irgendwann kramte das Trio auch noch ein paar Coversongs hervor, unter anderem "Ring of fire" von Jonny Cash und "Smoke on the water" von "Deep Purple".

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Autor: kf