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19. Oktober 2011
"Die Lust am Lesen wecken"
Zum Abschluss des Fredericktags gab es an der Grundschule Hugstetten ein buntes Fest.
MARCH-HUGSTETTEN. Mit einem bunten Lesefest ist in der Grundschule Hugstetten der Fredericktag zu Ende gegangen. Im Rahmen dieser landesweiten Leseaktion hatten sich den Hugstetter Kinder eine Woche lang intensiv mit dem Lesen beschäftigt: Jede Klasse hatte sich dabei ein anderes Buch vorgenommen. Nun wurden die Geschichten Schulkameraden und Eltern vorgestellt.
Schon seit über zehn Jahren nimmt die Hugstetter Grundschule am Fredericktag teil. "Mit dem Projekt wollen wir bei den Kindern die Freude am Lesen wecken beziehungsweise verstärken", erklärte Schulleiter Bernhard Pawelke, "wenn die Kinder in der Schule auch mal was anderes machen, werden sie motiviert, dies auch in ihrer Freizeit zu tun. Außerdem bekommen sie so die Möglichkeit, den Eltern etwas präsentieren zu können."Jede Klasse behandelte ein anderes Buch, dessen Thema sich die Klassen von unterschiedlichsten Seiten her näherten. So durfte Klasse 2 a zum Beispiel die Hauptfiguren des Buches "Hotte und das Unzelfunzel" von Anne Steinwart backen und die Klasse 2 b bastelte – passend zum Buch "Die Olchis" – die grünen Fantasiewesen aus Knetmasse. Die Kinder der Klasse 3 a, die sich mit der Geschichte "Briefe an Felix – ein kleiner Hase auf Weltreise" beschäftigt hatten, schrieben selbst Briefe und Gedichte, bastelten einen Meter große Briefumschläge, die im Gang der Schule aufgehängt wurden, und malten dazu passende Briefmarken. Die Klasse 4 b bereitete während der Lesewoche ein Bilderbuchkino mit vorgelesenem Text, selbst gemalten Bildern und passenden Geräuschen zum Buch "Fünf Rechenmäuse machen Musik" vor.
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Im Gegensatz zu den anderen Klassen hatte sich die Klasse 1b mit keinem Buch beschäftigt, sondern mit dem Thema Pinguine. "Das hat gut gepasst, da die Klasse ja die Pinguinklasse ist", erklärte der Schulleiter. So kam es, dass die Klasse 1 b zur Eröffnung des Aktiontags das Lied "Ein Pinguin ging ohne Hetz’" vorsang. Passend dazu trugen alle Kinder selbstgebastelte Pinguinmasken. Sie machten kräftig Bewegungen zum Lied und die Zuschauer wurden ermuntert, dasselbe zu tun. Dass nicht alle dieser Einladung folgten, war halb so schlimm – die Kinder hatten viel Freude, und das sah man ihnen auch an, was jedem im Publikum ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Die Kinder der Klasse 1 a beschäftigte sich in der Projektwoche mit dem Kinderbuch "Die Schildkröte hat Geburtstag" von Elizabeth Shaw. Die Kinder bastelten Schildkröten aus Tonpapier und CDs, malten selbst Bilder zum Buch und führten die Geschichte schließlich auch selbst auf.
Während Lehrerin Christiana Adam die Geschichte vorlas, spielte jedes Kind ein Tier. Den Text hatten alle einwandfrei auswendig gelernt, und so wurde die Aufführung, die viele stolze Eltern und interessierte Kinder gerne anschauten, ein großer Erfolg. Auch dass manche Schüler in dieser ungewohnten Situation ein bisschen schüchtern waren und infolgedessen recht leise sprachen, war kaum ein Problem, da das gespannte Publikum mucksmäuschenstill war.
Nur ganz am Anfang wurde lauthals gelacht – als Lehrerin Christiana Adam erzählte, dass Ronja, die in dem Stück die Schildkröte spielt, genau wie diese heute Geburtstag hat.
Autor: Teresa Ehrler
