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20. Januar 2012
Kindergärten öffnen mehr ganztags und über Mittag
Bötzingen richtet im Gemeindekindergarten ab September Ganztagesgruppe ein / Katholischer Kindergarten verlängert Öffnung.
BÖTZINGEN. Auch in Bötzingen werden weniger Kinder geboren, was sich auch in sinkenden Belegungszahlen in den Kindergärten auswirkt. Aber dennoch steigt der Betreuungsbedarf, der von den Eltern angemeldet wird. Viele wünschen längere Öffnungszeiten der Kindergärten, um Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Da insgesamt die Kinderzahlen an den Kindergärten sinken, gibt es zeitlich, vom Platzangebot und vom Personalbestand her Reserven, um das Betreuungsangebot auszuweiten.
214 Kindergartenplätze gibt es bisher in Bötzingen, die letztmals vor den Sommerferien 2011 so gut wie ausgebucht waren. Für das Ende des jetzigen Kindergartenjahres im Juli wird es nur noch 200 Kinder im Kindergartenalter s geben, von denen aber, nach den bisherigen Erfahrungen, nicht alle den Kindergarten besuchen werden. Nach den bisherigen Anmeldungen wird nur der evangelische Kindergarten mit seinen 64 Plätzen vollbelegt sein. Im Gemeindekindergarten werden 5 von 75 Plätzen frei bleiben, im katholischen Kindergarten sogar 15 von 75. Diese Puffer will man nutzen, um die bisherige Gruppenstruktur entsprechend den Wünschen der Eltern, die im Herbst erfragt wurden, zu ändern. So hatten Eltern von 28 Kindern des katholischen Kindergartens verlängerte Öffnungszeiten gewünscht, außerdem waren für 35 Kinder gemeindeweit Ganztagesplätze gewünscht worden, von denen es bisher aber nur im evangelischen Kindergarten 20 Stück gibt.
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Der Gemeinderat hat nun, nach Absprache der Verwaltung mit den kirchlichen Trägern, den Erzieherteams und den Elternvertretern, beschlossen, eine der bisher drei Gruppen mit je 25 Plätzen im Gemeindekindergarten in eine Ganztagesgruppe mit 20 Plätzen umzuwandeln. Damit entfallen fünf Plätze. Die Änderung soll zum Beginn des neuen Kindergartenjahres im September greifen. Dafür werden 30 Personalstunden pro Woche mehr benötigt, was jährlichen Mehrkosten von 34000 Euro entspricht. Für die Einrichtung von Schlafmöglichkeiten werden 4000 Euro veranschlagt. Warmes Mittagessen soll gemeinsam mit dem neuen Kindergarten der Lebenshilfe bezogen werden, der derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft erbaut wird.
Im katholischen Kindergarten soll noch in diesem Kindergartenjahr eine Regelgruppe in eine Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten verwandelt werden. Eine weitere Gruppe wird als Kleingruppe geführt, so dass sich unter dem Strich keine Mehrkosten ergeben. Erst ab dem neuen Kindergartenjahr im September werden jährlich 5600 Euro zusätzliche Personalkosten entstehen.
Karlheinz Schönberger (CDU) merkte an, dass die Mehrkosten im Personalbereich ja jedes Jahr anfallen würden, so dass sich die Frage stelle, ob die Gemeinde das einmal durch Steuererhöhungen werde ausgleichen müssen. Bürgermeister Dieter Schneckenburger erklärte, dass eine gute Kinderbetreuung ein Standortfaktor für die Gemeinde sei. Die Entscheidung des Gemeinderats fiel bei einer Enthaltung von Schönberger einstimmig.
In der Kinderkrippe für Kleinkinder sind keine Änderungen vorgesehen. Sie wurde im Herbst 2010 auf vier Gruppen mit 42 Plätzen aufgestockt. Zum September 2012 gibt es 35 Anmeldungen.
Im September steigen die Kindergartengebühren, die gestaffelt sind, nach Anzahl der Kinder unter 18 Jahren in einer Familie. Für Einkindfamilien steigt der Beitrag um 2 auf 99 Euro, (2 Kinder 76, 3 Kinder 50, größere Familien wie bisher 16 Euro). In Ganztagesgruppen beträgt die Gebühr 179 Euro (2 Kinder 136 Euro, 3 Kinder 90, größere Familien 31 Euro).
Autor: Manfred Frietsch
