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28. September 2010

Laufen, was die Sohlen hergeben

Der erste Sponsorenlauf der Lebenshilfe Freiburg brachte in Bötzingen über 5000 Euro ein / Hoch motivierte Läufergruppen.

  1. Auf los geht’s los: Auch die Buben der E-Jugend des FC Bötzingen mit ihrem Betreuer machten sich auf den Rundkurs, um so Geld zu Gunsten der Lebenshilfe Freiburg zu erlaufen. Foto: mario schöneberg

BÖTZINGEN. Mit rund 350 Teilnehmern, einem Mehrfachen an Gästen und Zuschauern sowie unzähligen Spenden war die erste Auflage des Sponsorenlauf der Lebenshilfe in Bötzingen am Sonntag ein voller Erfolg. Auch das mäßige Wetter hielt viele Menschen aus Bötzingen und umliegenden Gemeinden nicht davon ab, mitzumachen.

Unterstützung für Behinderte und deren Familien, ein Angebot an offenen Hilfen für die Regionen Kaiserstuhl und Tuniberg sowie demnächst ein integrativer Kindergarten in Bötzingen – die Freiburger Lebenshilfe hat ambitionierte Aufgaben und Ziele. Um diese zu erreichen und um das vielfältige Hilfsangebot aufrecht erhalten zu können, braucht der in Freiburg beheimatete Verein Mitglieder, Spendengelder und vor allem auch Unterstützung durch die Menschen der Region. Um auf die Projekte und die Ziele aufmerksam zu machen, veranstaltete die Freiburger Lebenshilfe daher hier ihren ersten Sponsorenlauf.

"Unglaubliche 5185 Euro wurden heute eingelaufen", freute sich Mitorganisatorin Karolin Krakutsch zum Abschluss der Veranstaltung bei der Siegerehrung. Hinzu kamen noch Sach- und Geldspenden sowie Einnahmen aus der Bewirtung. Wobei es letztlich nicht ums Siegen ging. Mitmachen, beziehungsweise mitlaufen konnte jeder, auf seine Art, in seinem Tempo. Ob mit Stöcken, im Rollstuhl, im Kinderwagen, gehend, joggend oder rennend, allein oder in der Gruppe – jeder war willkommen. "Das ist unsere Philosophie – auf andere Rücksicht nehmen, das Verschiedensein akzeptieren und trotzdem alle teilhaben lassen", erklärte Krakutsch, die sonst gemeinsam mit Annika Dörr-Wais die offenen Hilfen der Lebenshilfe von Bötzingen aus koordiniert.

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Die zu laufende Runde war einen Kilometer lang führte rund ums Feuerwehrhaus und am Bach entlang durch eine frühherbstlich geprägte Landschaft. Das Wetter war kühl aber trocken. Am Zieleinlauf standen Getränke und kleine Snacks für die Läufer bereit, zudem gab es für jede gelaufene Runde ein Bändchen, das später für die Statistik im Organisationsbüro abgegeben wurde. Besonders bei den Gruppen entwickelte sich so eine richtige Eigendynamik, so dass aus geplanten zehn Runden schon mal 25 wurden. So geschehen, bei einer sechsköpfigen Damengruppe, die vom großen Industriebetrieb am Ort gesponsert wurde.

Auch die vier Bötzinger Kindergärten waren mit Begeisterung dabei, ebenso viele Familien, Vereine und Firmen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Beyer lief mit, und aus Gottenheim war Bürgermeister Volker Kieber mit seinem Hauptamtsleiter Ralph Klank gekommen. Auch vom Bötzinger Rathaus waren viele Mitarbeiter vor Ort, Bürgermeister Dieter Schneckenburger freute sich zudem, dass mit ihm fast der gesamte Gemeinderat mitlief.

Gleich zwei Besonderheiten schafften 13 Mitarbeiter der Bötzinger Sozialstation, und das, obwohl einige Mitarbeiter gerade vom Dienst kamen oder nach dem Laufen zur Arbeit mussten. Zum einen waren sie mit insgesamt 252 Runden die Gruppe mit den meisten gelaufenen Kilometern, außerdem hatten sie mit Michael Röhl, der 36 Runden schaffte, auch den ausdauerndsten Läufer mit dabei.

Für die Familien, Gruppen und Einzelläufer mit den meisten Kilometern gab es kleine Preise, weiterhin gab es eine Verlosung und eine Versteigerung von Kunstwerken durch den Lebenshilfe-Geschäftsführer Raimund Cimander, die das Kunstforum zur Verfügung gestellt hatte. Für das Rahmenprogramm sorgten die Bötzinger Brass-Band, der integrierte Kinderchor und zahlreiche Helfer, die das Kinderschminken sowie Spiele und Mal- und Bastelangebote betreuten. Insgesamt zeigten sich die Organisatoren sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Für nächstes Jahr ist bereits an eine Neuauflage gedacht.

Autor: Mario Schöneberg