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30. Januar 2009

Türkische Eltern setzen auf bessere Schulbildung

Der Bötzinger Verein türkischer Schuleltern wird erstmals von Frauen geleitet / Neuer Türkischlehrer an der Schule

  1. Der Vorstand des türkischen Elternvereins mit (von links) der Vorsitzenden Songül Aribas und Stellvertreterin Fatma Aydin; rechts der neue Türkischlehrer Sedat Yildiz und Rektor Bernd Friedrich. Foto: h. david

BÖTZINGEN. (hed). Die schulische Bildung für die türkischen Kinder an der Bötzinger Wilhelm August Lay-Schule soll verbessert werden. Darüber bestand Einigkeit bei einem Elternabend, zu dem der "Verein türkischer Elternbeiräte Bötzingen und Umgebung" am Montag in die Schule eingeladen hatte. Dabei standen für die rund 40 gekommenen türkischen Eltern auch wichtige personelle Veränderungen im Blickpunkt: Der seit November an der Schule unterrichtende neue türkische Lehrer Sedat Yildiz stellte sich vor und ebenso der neu gewählte türkische Elternbeirat.

Dieser wird erstmals von Frauen geführt. Die erste Vorsitzende ist Songül Aribas aus Eichstetten, die zweite Vorsitzende Fatma Aydin, Schriftführerin ist Cihat Yazar; als Beisitzer fungieren die drei Männer Zeliha Raptcin, Muammer Akkoc und Mustafa Gümüssuyu.

Songül Aribas betonte, Deutschland sei für die hier lebenden Türken die zweite Heimat geworden, die sie kennen und lieben gelernt hätten. Der türkische Elternverein verstehe sich als "die Brücke zwischen Eltern und Schule". Rund 10 türkische Kinder aus Eichstetten und 90 aus Bötzingen besuchen die Bötzinger Schule mit ihren Zweigen Grund-, Haupt und Realschule. Der neue türkische Lehrer Sedat Yildiz erklärte die angemessene, moderne Erziehung der Kinder. Es gelte, bestehende Vorurteile abzubauen und die Integration zu fördern.

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Rektor Bernd Friedrich betonte, wie wichtig es sei, dass türkische Kinder auch ihre Muttersprache richtig lernen, als ergänzender Bestandteil des regulären Unterrichts an der Schule. Für den Schulerfolg der türkischen Kinder sei es wichtig, schon im Kindergarten und in der Grundschule Deutsch zu lernen, sagte Rektor Friedrich. Das sei die Basis, um nach der vierten Klasse Chancen in den weiterführenden Schulen zu haben. Zum ersten Mal gäbe es in Bötzingen jetzt auch in jeder Klasse Förderunterricht der deutschen Sprache in kleinen Gruppen.

Friedrich kündigte auch an, dass in Kürze eine Umfrage über ein zusätzliches Ganztagesangebot von 13.45 bis 16 Uhr laufe. Angefragt werden alle Eltern der rund 700 Schüler bis zur 8. Klasse Hauptschule und 9. Klasse Realschule. Das Konzept für die Wochentage von Montag bis Donnerstag sehe auch vor, ein warmes Mittagessen für etwa 2,50 bis 3 Euro anzubieten. Später solle mit der Gemeinde Bötzingen sogar über den Bau einer Schulmensa verhandelt werden.

Autor: hed