Bogensportanlage und Bolzplatz passen zusammen

Jutta Schütz

Von Jutta Schütz

Di, 14. August 2018

Schallbach

Die Schießsportler dürfen auf den Kickplatz umziehen / Die Pacht wird erlassen, dafür gibt es die Auflage, das Gelände zu pflegen.

SCHALLBACH (jut). Der Club der Bogensportfreunde Dreiländereck mit Sitz in Schallbach pachtet ein Gelände am Schallbacher Sportplatz für die Dauer von 20 Jahren. Wird der Vertrag bis dahin nicht gekündigt, verlängert er sich immer um ein Jahr. Im Gemeinderat wurde dabei lange darüber diskutiert, wie am sinnvollsten ein Zaun angebracht werden könnte, der das Bogensportgelände vom bisherigen Kickplatz abtrennt, so dass ein gleichzeitiges Training der Bogenschützen und das Kicken auf dem Bolzplatz möglich sein werden.

Bürgermeister Martin Gräßlin informierte den Gemeinderat darüber, dass auch eine Privatperson, die dort eine Hundesportschule einrichten wollte, Interesse daran gehabt habe, einen entsprechenden Pachtvertrag mit der Gemeinde als Eigentümerin des Sportplatzgeländes gehabt hatte. "Fragt aber einer unserer Vereine an, dann geht das vor", stellte Gräßlin klar.

In Sachen "Zaun" wurde – übergangsweise – eine mobile Lösung beschlossen. Gräßlin hatte angeboten, sich um das Stellen eines Bauzauns zu kümmern. Ein Mitglied der Bogensportfreund im Publikum hatte zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass man sich um den Erwerb des hohen Zauns samt der Ballfangnetze am Sportplatz Binzen bemühe, der im Zuge der Verlagerung des Sportplatzes auf das künftige Sportplatzareal der Gemeinde nicht mehr benötigt und daher abgebaut wird. Könnte man diesen Zaun kaufen, würde das der Gemeinde Schallbach viel Geld sparen, denn ein neuer Zaun würde rund 4000 Euro (alleine an Materialkosten) kosten. Ein gebrauchter Zaun käme billiger. Ein fester Zaun ist auf längere Sicht nötig, denn: "Wer Lust hat, sollte auch dann kicken gehen können, wenn er möchte, dafür braucht es eben Sicherheit", meinte Christian Iselin.

In den Beschlussvorschlag aufgenommen wurde ein Zeitlimit. Bis zum 31. Dezember 2019 muss der Trennzaun stehen, so dass von diesem Zeitpunkt an zu jeder Zeit ein gleichzeitiger Spielbetrieb – also Bogenschießen und Kicken – möglich sein kann. Bis zum Stellen des festen Zauns ist ein gleichzeitiges Kicken und Bogenschießen nicht möglich – eben aus Sicherheitsgründen. Da die Bogenschützen aber nur zwei Mal in der Woche und Sonntags morgens auf dem Platz sind, komme man aber bis zum Stellen des Zauns wohl gut aneinander vorbei, einigten sich Bürgermeister und Räte schließlich doch. Pacht brauchen die Bogenschützen im Übrigen nicht zu bezahlen. Dafür übernehmen sie die Rasenpflege auf dem Bolzplatzgelände. Der Rasen muss dabei immer bespielbar sein und darf nicht zu hoch wachsen. Der Verein kümmert sich auch um die Sicherheit auf dem Platz. Die Gemeinde zahlt für den Zaun, sprich die Materialkosten, aufgebaut wird dieser vom Verein. Der Verein kümmert sich auch um die Demontage eines Flutlichtmasten. Die Stromversorgung kann hier eventuell für Vereinszwecke erhalten werden. Auch die alte Hütte des FC Wittlingen wird von den Bogensportlern übernommen und erhalten oder demontiert. Vorab soll aber gefragt werden, ob die Kicker des FC Wittlingen die Hütte noch benötigen.