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03. Januar 2012

Das Engagement der Bürger gelobt

Neujahrsempfang der Gemeinde Bollschweil mit Ehrungen für verdiente Mitglieder von Sportverein und Feuerwehr.

  1. Beim Neujahrsempfang ehrte Bürgermeister Josef Schweizer (Mitte) für ihre Verdienste um den Sportverein Erich Rombach (links) und Helmut Gerber (rechts) sowie (von links, in Uniform) Markus Grammelspacher, Ralf Kernl, Peter Gerber, Thomas Schätzle und Matthias Meier für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr. Foto: Anne Freyer

BOLLSCHWEIL. Den Reigen der Neujahrsempfänge eröffnete Bollschweil, und das gleich am Morgen nach Silvester, denn dieser Termin am ersten Sonntag des neuen Jahres ist Tradition in der Hexentalgemeinde. Bürgermeister Josef Schweizer konnte sich dennoch über einen guten Besuch freuen, als er in der Möhlinhalle Rückschau auf das vergangene Jahr und Ausblick in das kommende hielt.

Im halbstündigen Schnelldurchlauf zeigte sich eindrucksvoll, dass Bollschweil trotz der allgemeinen Wirtschafts- und Finanzkrise mit damit einhergehender Arbeitslosigkeit und Rückgang von Aufträgen eine Reihe von Projekten realisieren konnte, und dies mit Hilfe des Strukturprogramms des Bundes, wie Schweizer betonte. So sei es möglich geworden, die Grundschule zu sanieren, die Straßenbeleuchtung zu erneuern und den Kindergarten St. Josef von der Pfarrgemeinde zu erwerben, um darin nach gründlicher Renovierung eine Kleinkindgruppe einzurichten. Ferner verwies der Bürgermeister auf die – noch nicht abgeschlossene – komplette Sanierung des Rathauses und die Förderung von acht privaten Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet. Für das neue Jahr kündigte er die Umgestaltung von Leimbachweg und Wellerplatz sowie die Sanierung von Altem Rathaus und Milchhäusle an.

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Breiten Raum nahmen bei der Rückschau die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr ein, die 2011 mit der Einweihung des neuen Löschfahrzeugs ihren 60. Geburtstag feiern konnte, der dank der gesamten Abteilung mit ihrem Kommandanten Matthias Meier zu einem "glanzvollen Jubiläum" geworden sei. Dazu passte die Verleihung des Ehrenzeichens in Silber an sechs Feuerwehr-Aktive, die alle am 1. Januar 1987 in die Feuerwehr eingetreten waren und von denen fünf diese Auszeichnung in Uniform entgegennahmen: Markus Grammelspacher, Ralf Kernl, Peter Gerber, Thomas Schätzle und Matthias Meier. Für ihre Verdienste um den Sportverein geehrt wurden Helmut Gerber und Erich Rombach. Schweizer dankte diesen Mitbegründern des SV unter anderem dafür, dass sie jeweils 20 Jahre lang als Mitglieder des Vorstands die Geschicke des Vereins mitgestaltet haben. Nadel und Ehrenurkunde gab es außerdem für Friedrich Dischinger, den langjährigen VdK-Ortsvorsitzenden (abwesend).

Großes Lob zollte der Bürgermeister auch dem ehrenamtlichen Engagement, das St. Ulrich im vergangenen Jahr zu wesentlichen Strukturverbesserungen verholfen hat, und das, betonte er, dank der beispielhaften Zusammenarbeit von Bürgern und Planern, allen voran Christoph Sumser und Bernhard Nägele, unterstützt von Schwarzwaldverein und Naturpark Südschwarzwald, von Forstverwaltung und Bauhof. Ihnen sei ein Gemeinschaftswerk gelungen, das St. Ulrich ein attraktives Wanderwegenetz, bestehend aus zwei großen Rundwegen und dem vom Bildungshaus St. Ulrich inspirierten und durch Künstler gestalteten "Lebensweg" mit 15 Stationen bescherte (die BZ berichtete).

Aber nicht genug damit: In Eigenarbeit wurden zwei Stützmauern entlang der Möhlin, die brüchig und zur Gefahr geworden waren, mit Hilfe des Bauhofs abgebrochen und von ehrenamtlichen Helfern durch eine stilvolle Bruchsteinmauer ersetzt. In Angriff genommen worden ist darüber hinaus der von der St. Ulricher Fußballjugend ersehnte Bolzplatz, mit dessen Fertigstellung in diesem Jahr zu rechnen sei.

Als weitere Aufgaben, die die Gemeinde auch weiterhin beschäftigen werden, nannte Schweizer die Trinkwasserversorgung und die Sanierung von Straßen und Kanälen; große Baumaßnahmen seien jedoch nicht vorgesehen. Insgesamt dankte er allen, die zu den bisherigen Erfolgen beigetragen haben, für ihre Mitarbeit: den ehrenamtlichen Helfern, Gemeinderat und Verwaltung, den Vereinen, sozialen Gruppen und Einzelpersonen, "die sich aktiv für ein lebendiges Gemeindeleben engagiert haben und auch weiterhin engagieren".

Autor: Anne Freyer