Der Bedarf nach Wohnungen soll gedeckt werden

Gabriele Hennicke

Von Gabriele Hennicke

Mo, 24. Oktober 2016

Bollschweil

Rat Bollschweil beschäftigt sich mit möglichem Neubaugebiet unterhalb des Kindergartens südlich der General-von-Holzing-Straße.

BOLLSCHWEIL. Im südlichen Bereich der General-von-Holzing-Straße soll auf der freien Fläche unterhalb des Kindergartens ein neues Wohngebiet entstehen. Für das zwischen Straße und Möhlin verlaufende Gelände besteht eine Kaufoption bis Ende Mai 2017. Der Gemeinderat hatte nun darüber zu entscheiden, ob das Gebiet auf eine ein-, zwei- oder dreireihige Bebauung hin untersucht werden soll. Dass in diesem Gebiet in Bollschweil dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden soll, darüber bestand Einigkeit im Gemeinderat.

In den vergangenen Jahren habe man sich bei der Ausweisung von Bauland zurückgehalten, um zu einem späteren Zeitpunkt ein größeres Baugebiet entwickeln zu können, erläuterte Bürgermeister Josef Schweizer. Das Gelände umfasst etwa zwei Hektar und soll in erster Linie für Geschosswohnungsbau verwendet werden, da hier ein besonderer Bedarf im Ort besteht.

Im Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2013 ist bereits eine einzeilige Bebauung des Gebietes vorgesehen. Mit dem Landratsamt habe man schon Gespräche geführt, um abzuklären, ob es möglich ist, eine zusätzliche Fläche zu entwickeln, wenn der Flächenbedarf nachgewiesen werde, erklärte Wolfgang Dopfer vom Büro FSP-Stadtplanung. Nach einer grundsätzlichen Zustimmung steht nun an, eine Wirtschaftlichkeitsanalyse vorzunehmen und abzuklären, ob eine ein-, zwei- oder dreireihige Bebauung möglich und wirtschaftlich ist, erläuterte Rüdiger Kunst vom Büro Kommunalkonzept. Weil das Gelände im Schwemmgebiet der Möhlin liege, sei der Boden durch den historischen Bergbau belastet, was umfangreiche Untersuchungen erforderlich mache, so die Planer. Sie sprachen sich für eine dreireihige Bebauung aus. Zugang zu den hinteren Häuserzeilen könne über zwei Ringstraßen erfolgen. Auch sei es möglich, die Erschließung abschnittsweise anzugehen.

Der Gemeinderat beauftragte die Firma Rüdiger Kunst-Kommunalkonzept mit der Wirtschaftlichkeitsanalyse und der Projektsteuerung für das Vorhaben. Für die Analyse, in die weitere Planungsbüros einbezogen werden, entstehen Kosten in Höhe von 32 450 Euro brutto. Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsanalyse wird die bebaubare Fläche geprüft und vermessen, die Bodenbelastung erkundet, eine Umweltprüfung und eine Vorplanung für die Erschließung vorgenommen und bis Ende 2016 eine Kostenschätzung vorgelegt. Die Ergebnisse sollen dem Gemeinderat im Januar 2017 vorgelegt werden.