Großes Einzugsgebiet dank Programm und Lokal

Anne Freyer

Von Anne Freyer

Do, 02. August 2018

Bollschweil

Kulturverein in Bollschweil blickt auf erfolgreiches Jahr zurück.

BOLLSCHWEIL. Großer Beliebtheit erfreut sich das Kleinkunstprogramm im genossenschaftlich geführten Dorfgasthaus Bolando. In der Hauptversammlung blickten die Mitglieder des Bolando-Kulturvereins auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Wahlen brachten keine Veränderungen, der neue Vorstand ist der alte mit dem Vorsitzendenduo Sandra Klein-Gißler und Christian Disch.

Dem als Förderverein gestarteten Kulturverein gelang es auch 2017 wieder, Besucher aus der Region, aber auch ein Stammpublikum aus der näheren Umgebung und aus Bollschweil mit seinem Programm zu begeistern. Kassenwart Franz Geiser, bei den Veranstaltungen für den Einlass zuständig, hat festgestellt, dass sich das Einzugsgebiet im Norden bis fast nach Offenburg und im Süden bis Lörrach erstreckt. Das liege zum einen an der einladenden Atmosphäre der Lokalität, zum anderen an der gelungenen Mischung aus Kabarett, Musik und Theater, für die Sandra Klein-Gißler, selbst Darstellerin und Sängerin bei erfolgreichen Gruppen, verantwortlich zeichnet. Sie steht allerdings jedes Jahr vor dem Problem, dass sich weit mehr Künstlerinnen und Künstler dafür bewerben, im Bolando auftreten zu dürfen, als sie im gesetzten Zeitrahmen – pro Monat eine Vorstellung plus Sommerprogramm – unterbringen kann.

Die zweite Hälfte dieses Jahres verspricht so manche angenehme Überraschung. Als nächster Höhepunkt hält das Sommerprogramm einen Abend (9. August) mit der Band Stimmband aus der Ortenau bereit: ein Quartett munterer Interpreten bekannter Songs aus Rock und Pop, vorzugsweise der 70er und 80er Jahre. Drei Herren und eine Dame beschwören mit ihrer musikalischen Wundertüte so manche Erinnerung herauf, angereichert mit nuancierten Anpassungen der Harmonien und Veränderungen der Tempi, die dennoch die Melodien wiedererkennen lassen. Als zweite Formation in diesem Rahmen hat sich für den 30. August die Gruppe Sticky Wicket angesagt, die schon im Bolando zu erleben war und Hits von den 70ern bis heute zum Mittanzen und Mitgrooven zum Klingen bringt.

Ganz dem Rhythmus haben sich die vier Schlagzeuger aus Bollschweil und St. Ulrich verschrieben, die als Nontacet in weitem Umkreis zu einiger Berühmtheit gelangt sind. Am 20. September beenden sie unter dem Titel "Percussion Night" die Sommerpause und heizen ihrem Publikum so richtig ein. Auch vom Impro-Theater Sternschnuppen ist so manche Überraschung zu erwarten, nicht zuletzt für die sechs Darsteller plus Pianist Martin Glönkler selbst, denn alles entsteht auf Zuruf des Publikums spontan aus dem Moment heraus, ohne Requisiten oder gelernten Text – eine Gratwanderung mit hohem Spaßfaktor.

Als letzte Veranstaltung im Jahr 2018 steht am 15. November mit dem Quartett Inflagranti Vokal ein Musikgenuss bevor, der mit einer Reise durch Schlager, Pop, Swing, Klassik und Barbershop so ziemlich alle Genres abdeckt, mal von Instrumentierung begleitet, mal a cappella, auf jeden Fall sehr abwechslungsreich.

Die Grüße der Bolando-Genossenschaft überbrachte Casimir Bumiller, der vermeldete, dass sich der gastronomische Betrieb dank einiger Veränderungen vor zwei Jahren sehr gut entwickle und man zuversichtlich in die Zukunft blicke.