Radler spenden 8500 Euro für soziale Zwecke

Anne Freyer

Von Anne Freyer

Do, 09. Februar 2017

Bollschweil

Drei Vereine, die sich um kranke und trauernde Kinder sowie deren Familien kümmern, freuen sich über Unterstützung aus Bollschweil.

BOLLSCHWEIL. Genau 8535 Euro hat der Radsportverein (RSV) bei den vergangenen beiden Gartenmessen Bogart im Bollschweiler Schloss für wohltätige Zwecke gesammelt – und damit so viel wie noch nie. Zur Scheckübergabe an drei Institutionen traf man sich diesmal im Haus der Hospizgruppe im Freiburg Stadtteil Wiehre, willkommen geheißen von Hildegard Bargenda.

Die Spendenfreudigkeit des Publikums sei ungebrochen, konnte Gisela Daul vom RSV berichten. Sowohl die Besucher als auch die Lieferanten von Selbstgebackenem hatten sich einmal mehr spendabel gezeigt. Rund 120 Kuchen und Torten waren über die Theke des beliebten Standes bei der Herbst- und Weihnachts-Bogart gegangen. Zum großen finanziellen Erfolg trug auch bei, dass die Messe für gehobenen Gartenbedarf im Oktober wegen eines Feiertags vier statt drei Tage gelaufen ist.

Drei symbolische Schecks mit je einem Drittel der Gesamtsumme, nämlich 2845 Euro, konnten die Repräsentanten der begünstigen Institutionen in Empfang nehmen. Als Vertreter des Fördervereins für krebskranke Kinder war dessen Vorsitzender Claus Geppert gekommen. Diese Einrichtung unterstützt der RSV bereits seit 16 Jahren. Seit 20 Jahren, so Geppert, kümmert man sich in der Kinderklinik außer um die Patienten bis zu 18 Jahren auch um deren Eltern und Geschwister. Der Verein habe es sich zur Aufgabe gemacht, betroffene Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder zu unterstützen und durch die Finanzierung von Personalstellen im Bereich der Onkologie die Heilungschancen krebskranker Kinder zu verbessern. Das gelinge nicht zuletzt dank der Möglichkeit, Angehörige der zum Teil von weither angereisten Patienten in einem Elternhaus unterzubringen und zu betreuen. Ein Elternhaus sei deshalb auch fest in die Planung der neuen Kinderklinik eingebunden, mit deren Einweihung man in rund zwei Jahren rechne.

Ebenfalls auf der Spendenliste des RSV steht seit langem die zur Hospizgruppe Freiburg gehörende Initiative "Alles ist anders", die sich um trauernde Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien kümmert, zurzeit geleitet von Hildegard Bargenda. In den liebevoll gestalteten Räumen in der Türkenlouisstraße treffen sich in regelmäßigen Abständen Gruppen unterschiedlichen Alters, um hier Hilfe bei der Trauerarbeit zu finden, wozu auch Ausflüge und Aktivitäten in der Natur gehören. So hat etwa die Ärztin und Reittherapeutin Monika Rütschi ihre drei in Bollschweil beheimateten Ponys in den Dienst der guten Sache gestellt. Kunsttherapie für Kinder und Erwachsene bietet hingegen Hanna Nöthig an, während sich der gelernte Pädagoge und Trauerbegleiter Robert J. Weber auf Jungs im Alter von acht bis 14 Jahren konzentriert, die ein Eltern- oder Geschwisterteil verloren haben. Beim gemeinsamen Arbeiten an Holz, Stein oder Ton bietet sich Gelegenheit, über das Erlebte zu sprechen.

Zum zweiten Mal mit einer Zuwendung bedacht hat der RSV die ebenfalls als Verein auftretende "Hilfe für nierenkranke Kinder und Jugendliche". Zu deren Programm gehören außer Selbsthilfe- und Freizeitangeboten die Unterbringung von Familienangehörigen im Elternhaus der Kinderklinik und vielfältige sozialpädagogische Arbeit, wie die Vorsitzende Silvia Bächle erläuterte. Finanzielle Unterstützung ist natürlich sehr willkommen.