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14. April 2010

Schöner Blick auf Berge und Blumen

Wanderheim "Berglusthaus" am Hohbühl in St. Ulrich wird ständig modernisiert / Im Naturlehrgarten gibt es viel zu entdecken.

  1. Foto: manfred Metzger

  2. Wird ständig modernisiert: Das „Berglusthaus“ der Schwarzwaldverein-Ortsgruppe Freiburg-Hohbühl. Foto: manfred Metzger

  3. Foto: manfred Metzger

  4. Foto: manfred Metzger

BOLLSCHWEIL. Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust – immer mehr Leute zieht es per Pedes in die Natur. "Wir haben zurzeit einen richtigen Zulauf", freut sich Manfred Metzger, Vorsitzender des Schwarzwaldvereins Freiburg-Hohbühl. Seit 28 Jahren verwaltet Metzger das vereinseigene Wanderheim "Berglusthaus" auf dem Hohbühl, einem Ausläufer des Schauinslands. Ständig wird das Haus modernisiert, aber nicht nur im und am Gebäude wird gearbeitet, sondern auch im Naturlehrgarten, der im Vorfeld des Maihocks wieder neu beschildert wird.

Das Wanderheim "Berglusthaus" wurde von 1928 bis 1929 erbaut und seither immer wieder erneuert, verbessert und den jeweiligen Standards angepasst. Heute hat es neben einer Solar- auch ein Photovoltaikanlage für Strom und warmes Wasser. "Am Haus wird ständig etwas gemacht", sagt Manfred Metzger, "seit ich die Hausverwaltung mache, haben wir wohl an die 400 000 Euro in das Wanderheim gesteckt." In der jüngsten Mitgliederversammlung berichtete er, dass im vergangenen Jahr mit erheblichem Aufwand eine neue Treppe gebaut wurde, die vom Parkplatz zum Haus hinunter führt. Finanziert werden die Erneuerungen aus den Einnahmen, die der Verkauf von Getränken und die Übernachtungen im Haus einbringen. "Hätten wir nicht die Freiwilligen, die an den Wochenenden den Dienst im Haus übernehmen, ginge das alles nicht", meint Manfred Metzger.

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Im Sommer könne man das Haus dreifach belegen – so viele Anfragen gebe es. Vier Schlafräume unterschiedlicher Größe stehen den Gästen zur Verfügung. Insgesamt gibt es 29 Betten, die von April bis Oktober an den Wochenenden nahezu alle ausgebucht sind. Zur Einkehr steht das Haus allen Wanderfreudigen und Naturinteressierten offen. "Vesper kann jeder mitbringen, die Getränke verkaufen wir", erklärt Manfred Metzger. Die Besucher können vom Hohbühl aus ihren Blick über den Schwarzwald, die Rheinebene und die Vogesen schweifen lassen.

Doch nicht nur die Aussicht lockt die Gäste: Auch der Naturlehrgarten, angelegt und seit über 20 Jahren gepflegt von Hubert Lucy, lädt zum Verweilen ein. Hier wachsen die Blumen und Kräuter des Schwarzwaldes: Wiesen-Schafgarben, Wollköpfige-Kratzdisteln, Zittergras und Wiesen-Bocksbart. Im Vorfeld des Hocks am 1. Mai werden wieder einige der Pflanzen mit Namensschildern versehen. "Vor allem die besonderen Pflanzen beschildern wir", sagt Manfred Metzger. Das macht den Charme und den Reiz dieses Gartens aus: Einige der Pflanzen auf dem Hohbühl stehen bereits auf der Roten Liste der Farn- und Samenpflanzen Baden-Württembergs und sind vom Aussterben bedroht.

So ist das gemeine Zittergras seltener geworden, denn es bevorzugt magere Wiesen und Weiden, eine erhöhte Düngung gefährdet seinen Bestand. Auch die Heide-Nelke und der Kreuz-Enzian – beide sind im Garten zu bestaunen – sind in Baden-Württemberg gefährdet. "In unserm Garten gibt es knapp 250 Pflanzenarten, die zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten blühen", erzählt Manfred Metzger. "Unser Hubert Lucy meint immer, der Garten komme zu wenig an, aber das stimmt nicht, er kommt wirklich gut an. Manch einer kommt nur wegen des Gartens hier hinauf", sagt Manfred Metzger weiter.

Der Schwarzwaldverein Freiburg-Hohbühl lädt zusammen mit der Trachtenkapelle St.Ulrich am 1. Mai zum Hock am Berglusthaus ein. Festbeginn ist um 11.30 Uhr.

Autor: Laura Schmid